AUS DEM SPIEGEL
Ausgabe 4/2012

Deutsche Presse-Agentur will gegen den Bund vorgehen


Die Nachrichtenagentur dpa plant, diese Woche Beschwerde gegen eine Entscheidung der Vergabekammer des Bundes einzulegen. Hintergrund: Das Auswärtige Amt kündigte nach fast 60 Jahren einen Vertrag mit der Agentur über die Belieferung mit Nachrichten, etwa für Botschaften und Konsulate. Stattdessen erhielt der dpa-Konkurrent DAPD im Dezember vergangenen Jahres die vorläufige Zusage. Die dpa argumentiert, dass das Angebot viel zu günstig sei und sich gar nicht rechne. Außerdem bediene sich der Mitbewerber auch aus Berichten der US-Agentur AP - dies führe zu einer amerikanischen Sicht der Dinge und gehe somit nicht mit den Ausschreibungsbedingungen des Auswärtigen Amts konform. Bei der DAPD sieht man weder die Ausschreibungsbedingungen verletzt, noch sei das eigene Angebot zu billig: "Wir verdienen Geld mit dem Auftrag", so ein Sprecher. Der bisherige Vertrag mit der dpa hatte ein Volumen von rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr und wurde zum Ende 2010 gekündigt.



© DER SPIEGEL 4/2012
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