AfD-Abgeordnete Storch unter Verdacht


Mehr als 7000 Bundesbürger folgten Ende 2012 dem Appell der Polit-Aktivistin Beatrix von Storch, eine Klage gegen die Politik der Europäischen Zentralbank einzureichen. Vorige Woche hat der Europäische Gerichtshof die Klage endgültig abgewiesen – und es fragt sich, wohin die Spenden verschwunden sind, die Storch, mittlerweile EU-Abgeordnete für die rechtskonservative AfD, von den Klägern eingesammelt hatte. Mindestens 58.000 Euro soll Storchs Verein "Zivile Koalition" für das Verfahren kassiert haben. Doch dessen Kosten und das Honorar für den Anwalt des Verfahrens, Markus C. Kerber, betrugen nach Angaben Storchs höchstens 6500 Euro. Die AfD-Frau beteuert, sie habe nicht mehr als diese Summe eingeworben. Doch Vorwürfe um das Finanzgebaren bei der "Zivilen Koalition" gab es schon früher. So wurde Storchs Gatten Sven vorgeworfen, für private Zwecke 98.000 Euro in Tranchen von einem Vereinskonto abgehoben zu haben. Das Ehepaar Storch erklärte damals, man habe das Geld vor einem Crash in Sicherheit bringen wollen. Es soll im Schließfach einer Bank liegen.

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