Bayer-Chef fordert Auftragsforschung für die Pharmaindustrie


Bayer-Vorstandschef Marijn Dekkers geht davon aus, dass die Regierungschefs der G-7-Länder auf ihrem Gipfel Anfang Juni viele Milliarden Euro in die Antibiotika-Forschung stecken werden. "Ich rechne mit einem multinationalen Fonds für die Antibiotika-Forschung. Das kann ein Land allein nicht stemmen", sagte er in einem SPIEGEL-Gespräch. Die Pharmaindustrie habe zu wenig Anreize, neue Antibiotika für die Patienten zu entwickeln, die insbesondere in Krankenhäusern mit resistenten Keimen kämpfen.

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Heft 22/2015
Die fröhliche Fehlbarkeit des Papstes

"Die Regierungen sollten die Pharmaindustrie wie in der Militärindustrie Auftragsforschung machen lassen", fordert Dekkers. Es bestehe "dringender Handlungsbedarf, den Patienten muss geholfen werden". Er habe gelesen, dass die Entwicklung von vier neuen Antibiotika 20 Milliarden Euro kosten werde. "Das ist vielleicht ein bisschen viel. Aber es wird richtig teuer", sagte Dekkers dem SPIEGEL. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Antibiotika auf die Tagesordnung des Gipfels im bayerischen Elmau gesetzt.



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