Bundesagentur für Arbeit verschiebt Stellenabbau


Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, will den bereits für 2014 und 2015 geplanten Abbau von rund 3000 Stellen um zwei Jahre verschieben. Damit beugt sich Weise dem Druck des Hauptpersonalrats. Mit der Verschiebung würden "Einheiten mit einer kritischen Belastungssituation gezielt gestärkt", schreibt Weise in einem internen Brief an die Mitarbeiter. Das Vorhaben muss jedoch noch vom BA-Verwaltungsrat und der Bundesregierung genehmigt werden. Der Hauptpersonalrat hatte dem BA-Chef vorgeworfen, die Arbeitsmenge in den Agenturen habe sich "bis an die physischen und psychischen Grenzen" verdichtet. Grund dafür sei auch das überbordende Controlling-System, das teilweise mehr Zeit in Anspruch nehme als die eigentliche Arbeitsvermittlung. Auch hier geht Weise auf die Arbeitnehmervertreter zu. "Auswüchse zahlengetriebener Steuerungsaktivitäten" müssten beseitigt werden. Es habe Ausprägungen gegeben, die "nicht gewünscht sind" und Druck auf die BA-Mitarbeiter ausgeübt hätten. Deshalb werde er das Controlling auf einen "guten Kern" reduzieren, so Weise, der damit auch auf eine Kritik des Bundesrechnungshofs reagiert. Dieser warf der BA vor, ihre Bilanzen wegen überzogener und teilweise falscher Zielvorgaben zu schönen (SPIEGEL 26/2013).



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