Deutsche Bank: Jain besetzt Kuratorium der Herrhausen-Gesellschaft neu

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, strickt an seinem Netzwerk: Er hat das Kuratorium der Alfred Herrhausen Gesellschaft neu besetzt, die nach dem 1989 ermordeten damaligen Bankchef benannt ist und sich dem internationalen gesellschaftlichen Dialog verschrieben hat. Die Chefs der Deutschen Bank nutzten das Forum jedoch auch stets, um selbst Kontakte in alle Teile der Gesellschaft zu pflegen. Jain sitzt dem Kuratorium vor und tauscht sich dort künftig beispielsweise mit Springer-Chef Mathias Döpfner aus. Der Medienmann hatte Jain bereits zu einer Kostümparty anlässlich seines Geburtstages eingeladen. Ebenfalls neu in das Kuratorium zieht Lady Lynn Forester de Rothschild ein, die Adelige ist unter anderem Direktorin des Wirtschaftsmagazins "Economist". Auch die Vertreter aus der Politik hat Jain mit Bedacht gewählt. Für die Bundesregierung hält Wirtschaftsstaatssekretärin Anne-Ruth Herkes die Stellung. Der SPD nähert sich Jain über den Ökonomen Henrik Enderlein, der die Parteispitze berät. Aber auch international pflegt Jain Kontakte. So hat er Lord Peter Mandelson in das Kuratorium geholt, Abgeordneter im britischen Oberhaus und einst EU-Handelskommissar. Aus den USA kommt Craig Kennedy, Präsident der amerikanischen Stiftung German Marshall Fund, aus China Wu Jianmin, der als inoffizieller Botschafter der Volksrepublik gilt. Und dann ist da noch Alt-Unternehmensberater Roland Berger – gewissermaßen die ganze Deutschland AG in einer Person.

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