Bundesregierung protestiert gegen Einschränkung des Deutschunterrichts in Frankreich


Die Bundesregierung kämpft gegen die geplante Einschränkung des Deutschunterrichts in Frankreich. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) drückt in einem Brief an seinen Amtskollegen Laurent Fabius seine "Besorgnis" um die "tief verwurzelten deutsch-französischen Beziehungen" aus. Es sei der Bundesregierung ein dringendes Anliegen, dass Frankreich etwa die bilingualen Deutschklassen in Mittelschulen erhalte. Steinmeier verspricht, die Bundesrepublik wolle den Deutschunterricht "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen". Auch Annegret Kramp-Karrenbauer, saarländische Ministerpräsidentin und CDU-Präsidiumsmitglied, bezeichnet die Reformpläne als problematisch. "Die deutsch-französischen ‚Sprachbeziehungen' dürfen nicht zu einer Einbahnstraße werden", mahnt sie. Die Sprache des Nachbarlands zu können "ist in Grenzregionen keine elitäre Angelegenheit, sondern wird im Alltag gebraucht".



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