EU-Parlamentarier bei Unfallfahrt unter Drogenverdacht


Alexander Alvaro, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und Mitglied des FDP-Bundesvorstands, stand bei seinem schweren Autounfall Anfang des Jahres womöglich unter dem Einfluss von Drogen. Die Staatsanwaltschaft Köln geht diesem Verdacht nach. Eine unmittelbar nach dem Unfall bei Alvaro entnommene Blutprobe habe "toxikologisch relevante Substanzen" enthalten, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit Verweis auf eine gerichtsmedizinische Untersuchung. Ein weiteres Gutachten solle nun klären, ob dies eine "strafrechtliche Relevanz" habe und ob eine "Kausalität" zwischen den Substanzen und dem Unfall bestehe.

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Der Europapolitiker war auf der A1 in der Nähe von Burscheid mit seinem Audi A8 auf einen stehenden Opel geknallt; dessen 21-jähriger Fahrer starb noch am Unfallort, zwei weitere Insassen wurden schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft führt Alvaro in dem Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung als Beschuldigten. Im Juni war die Immunität des Parlamentariers aufgehoben worden – unter anderem um zu klären, ob der Unfall hätte verhindert werden können. Alvaro, der selber schwer verletzt wurde und wochenlang im Koma lag, kam im Oktober wieder zurück auf die politische Bühne. Für eine Stellungnahme war er vorigen Freitag nicht zu erreichen.



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