EZB warnt Regierungen im Streit um Bankenunion


Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt die Regierungen der Euro-Zone, die geplante Großinventur der europäischen Banken nicht durchzuführen, wenn die Politiker die nötigen Voraussetzungen nicht schaffen. "Es ist wichtig zu vermerken, dass die EZB eine solche Übung nicht starten kann, ohne zu wissen, was passiert, wenn Fehlbeträge zu Tage treten", heißt es aus der Währungsbehörde. Bevor der Test durchgeführt werden könne, müssten "angemessene Auffanglösungen auf nationalem oder europäischen Level vorhanden sein".

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Heft 30/2013
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Auch die Fronten im Streit um einen europäischen Abwicklungsmechanismus verhärten sich: "So wie von der EU-Kommission geplant, wird es die Bankenunion nicht geben", sagt der parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter. "Wir stimmen auf keinen Fall einer Lösung zu, die den Verlust von nationaler Souveränität bedeutet und entsprechende Durchgriffsrechte der EU zur Folge hat."



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