Finanzaufsicht BaFin geht Vorwürfen in Wirecard-Affäre nach


Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat sich offenbar umfangreicher in die Auseinandersetzung zwischen dem Münchner Technologiekonzern Wirecard und der anonymen Analysefirma Zatarra-Research eingeschaltet als bisher bekannt. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL geht die BaFin dem von Zatarra erhobenen Vorwurf der Geldwäsche nach. Zatarra hatte seit dem 24. Februar mehrere Berichte veröffentlicht, Wirecard weist alle von Zatarra erhobenen Vorwürfe kategorisch zurück. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die BaFin wegen des Verdachts der Kursmanipulation und des Insider-Handels ermittelt. So will sie klären, ob Zatarra mit Hedgefonds zusammenarbeitet, um den Wirecard-Kurs zu drücken. Die BaFin wollte sich zu Wirecard und Zatarra nicht äußern. Zatarra sagt dazu, man arbeite nicht mit Hedgefonds zusammen, die Wetten gegen Wirecard abschließen. Gegenüber dem SPIEGEL äußerte sich ein Zatarra-Sprecher zu den Zielen der Gruppe. "Rache ist nicht unser Motiv, wir wollen die Wahrheit ans Licht bringen", sagte er. Zatarra habe weitere Firmen auf dem Radar, "die nichts Gutes im Schilde führen". Kritik an dem anonymen Vorgehen weist Zatarra zurück. Man kooperiere mit Behörden, diese würden Zatarras Identität kennen und sie schützen.



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