Ecclestone kündigt Zusammenarbeit mit aktuellen Veranstaltern auf

Rückschlag für die früheren Betreiber des Nürburgrings: Noch im November hatten sich die privaten Projektentwickler Kai Richter und Jörg Lindner in zähen Verhandlungen mit Rheinland-Pfalz vertraglich zusichern lassen, dass sie das Formel-1-Rennen 2013 auf dem Nürburgring ausrichten dürfen. Nur unter dieser Bedingung waren sie bereit, den restlichen Rennbetrieb an die landeseigene Nürburgring Betriebsgesellschaft (NBG) zurückzugeben. In der vergangenen Woche hat nun aber Formel-1-Chef Bernie Ecclestone die Gespräche mit Richter und Lindner abgebrochen. "Nach ausführlicher Prüfung Ihres Vorschlags können wir diesen für uns leider nicht als finanziell machbar akzeptieren und müssen unsere Verhandlungen beenden", heißt es in der knappen Absage. Offen blieb damit am vergangenen Freitag, ob Ecclestone nun mit der landeseigenen NBG ins Geschäft kommt oder es gar kein Rennen in der Eifel gibt. NBG-Geschäftsführer Karl-Josef Schmidt wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern; Ecclestone sagte nur, er werde sein Bestes tun, um Deutschland nicht als Austragungsort zu verlieren. Dagegen teilten Lindner und Richter mit, dass sie gegen NBG-Chef Schmidt vorgehen wollen, der noch bis zum 19. Dezember für sie selbst gearbeitet hatte. Am Freitag reichten sie Strafanzeige gegen Schmidt mit der Begründung ein, dieser habe ihre Verhandlungen mit Ecclestone hintertrieben und sich damit der Untreue schuldig gemacht. Gleichzeitig kündigten sie noch am Freitag an, Schmidt auf Schadensersatz zu verklagen. Auch dazu wollte sich Schmidt nicht äußern.

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