Gerichtsbeschluss gegen "Bunte" wegen Paparazzi-Fotos von Madeleine von Schweden

Der "Bunte"-Titel klang höchst investigativ: "Ihre Strandvilla, ihr Liebes-Picknick und das Tattoo-Geheimnis". Über fünf Seiten berichtete die Münchner Illustrierte über die Seychellen- Flitterwochen von Madeleine von Schweden und ihrem Mann, dem New Yorker Banker Chris O’Neill. "Traumfotos" gab es natürlich exklusiv dazu. Der Berliner Anwalt Simon Bergmann hat nun eine Unterlassung für O’Neill erwirkt. Das Landgericht Hamburg folgte Bergmann, der sich auf die so genannte Caroline-von-Monaco-Entscheidung von 1999 berief. Die "Bunte" darf die Foto-Abschüsse am Strand und an einer Bar nicht mehr verbreiten. Bisher ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die Vorgeschichte ist indes bizarr: "Bunte"-Chefin Patricia Riekel hatte angeblich zunächst versucht, durch das Angebot der Abgabe einer Unterlassungserklärung und die Bereitschaft, Schmerzensgeld zu zahlen, eine gerichtliche Klärung abzuwenden. Doch bot Burda am Ende nur noch 20.000 Euro. O’Neill sagte zwar zu, dass seine Gattin, Prinzessin Madeleine, nicht auch noch zusätzlich Ansprüche stellen werde. Aber mit den 20.000 Euro sei er in Anbetracht des vorherigen Angebots, das wohl höher lag, nicht einverstanden. Die Sache kam vor Gericht. Dem Burda-Verlag liegt bisher kein richterliches Schreiben zu dem Beschluss vor, daher wolle man sich derzeit nicht äußern.