G-7-Gipfel von Elmau kostete 116 Millionen Euro


Das zweitägige Treffen der G-7-Staats- und Regierungschefs im bayerischen Schloss Elmau im Juni vorigen Jahres hat den deutschen Steuerzahler 116 Millionen Euro gekostet. Das geht aus einem bisher unveröffentlichten Bericht des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Demnach sind allein für die Unterbringung der Staatslenker und ihrer Entourage in dem Schlosshotel sowie für Medienbetreuung 28,3 Millionen Euro ausgegeben worden. Der Freistaat Bayern erhielt vom Bund 39,3 Millionen für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Das Areal um den Tagungsort war schon Wochen zuvor weiträumig und engmaschig abgesperrt worden, damit sich die Staats- und Regierungschefs nicht von Demonstranten belästigen lassen mussten. Die Kosten, sagt die Vorsitzende des Haushaltsausschusses Gesine Lötzsch (Linke), lägen damit viermal so hoch wie die jährlichen Ausgaben für Abrüstung und Rüstungskontrolle: "Das ist ein Fall für den Rechnungshof."



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