Bundesregierung kann Hilfeleistung an Griechenland nicht beziffern


Die Bundesregierung hat keinen Überblick über deutsche Gesamthilfsleistungen an Griechenland - obwohl sie Forderungen Athens nach Reparationen für Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg seit Jahrzehnten mit der Behauptung zurückweist, man habe nach 1949 so viel für Griechenland getan. Das geht aus Unterlagen der Bundesregierung hervor. Danach haben verschiedene Ministerien unabhängig voneinander Militärhilfe, Entwicklungshilfe, Kapitalhilfe geleistet oder Kredite gewährt. Mal erfolgte die Hilfe bilateral, mal im Rahmen von Nato oder EG/EU. Selbst eine ungefähre Größenordnung lässt sich nicht schätzen, zumal ein Teil der Akten nach Angaben des Kanzleramtes bereits "in die Verfügungsgewalt des Bundesarchivs übergegangen" sei. Athen hatte zuletzt im April rund 280 Milliarden Euro von Deutschland als Reparationsleistungen verlangt.



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