Kanzleramt steigerte binnen drei Jahren den Frauenanteil in Führungspositionen um 35 Prozent


Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die größte Frauenförderin der schwarz-gelben Bundesregierung. In keinem anderen Ressort stieg in den vergangenen drei Jahren der Anteil der Frauen in Führungspositionen bis auf die Referatsleiterebene mehr als im Bundeskanzleramt - insgesamt um 35 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Kienbaum über die Veränderung der Frauenquote innerhalb der Regierung seit Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2009. Auf dem zweiten Rang liegt das Bundesumweltministerium mit knapp 27 Prozent, gefolgt vom Ressort von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Im Durchschnitt stieg in diesem Zeitraum der Frauenanteil in Führungspositionen in den 16 Ressorts um gut 12 Prozent. Nur drei Ministerien blieben unter dem Schnitt: Im Verteidigungsministerin sank die Quote um fast 60 Prozent. Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) kamen nur auf ein Plus von 4 Prozent. Dass beide Ministerien den höchsten Frauenanteil in Leitungsfunktionen haben, hat einen einfachen Grund: Ihre Vorgängerinnen Ursula von der Leyen (CDU) und Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) hatten den Anteil bereits aufgestockt. Insgesamt sind in der Bundesregierung fast 25 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt.



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