Krankenkassen-Wechsel künftig erst zum Monatsende möglich

Gesetzlich Versicherte werden es künftig ein wenig schwerer haben, ihre Krankenkasse zu wechseln, falls diese höhere Zusatzbeiträge ankündigt. Bislang können sie ihre Mitgliedschaft zum ersten Tag jenes Monats kündigen, an dem die höheren Abgaben fällig werden. Künftig soll das erst zum Monatsende möglich sein. Außerdem müssen die Versicherten während der Zeit bis zum Wechsel die höheren Zusatzbeiträge tatsächlich zahlen, bislang waren sie nach einer Kündigung davon befreit. Diese "Nichtzahlungsklausel" wird gestrichen. Das geht aus dem überarbeiteten Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Kassen- Finanzreform hervor. Zur Begründung heißt es, so werde ein "nicht vertretbarer Verwaltungsaufwand" vermieden. Entgegenkommen könnte die Koalition Versicherten aber bei der Frage, zu welcher günstigeren Kasse sich ein Wechsel lohnt. So wird derzeit erwogen, eine Website einrichten zu lassen, die die Beitragssätze aller Versicherungen auflistet.

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