Lucke-Widersacher wollen in AfD-Vorstand


Im Juni wählt die Anti-Euro-Partei AfD einen neuen Vorstand, nun bereiten sich die zerstrittenen Parteiflügel auf den Machtkampf vor. Die Gegner von Bundessprecher Bernd Lucke fürchten, dessen weiteren Aufstieg zum alleinigen Parteichef nicht verhindern zu können. Deshalb wollen sie Lucke im Vorstand mit vier starken Widersachern umzingeln: In die Parteispitze streben abermals die Landeschefs von Brandenburg und Sachsen, Alexander Gauland und Frauke Petry, die als Luckes größte Widersacher gelten. Zudem plant der Vorsitzende des größten Landesverbands NRW, Marcus Pretzell, eine Kandidatur. Erstmals will auch die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch in den Vorstand einziehen. Die vier Politiker, die größtenteils zum rechtskonservativen Flügel zählen, haben sich bei zwei Geheimtreffen in Storchs Berliner Wohnung gegenseitig ihre Unterstützung zugesichert. Auf Anfrage wollte keiner seine Kandidatur bestätigen. Gauland betonte aber, er sorge sich um die "innerparteiliche Demokratie" der AfD: "Lucke hat sich leider in jüngster Zeit nicht immer kollegial verhalten."



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