Landwirtschaftsministerium setzt auf freiwillige Selbstkontrolle bei Massentierhaltung


Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) plant eine "Tierwohl-Offensive", mit der er die Standards für die Massentierhaltung verbessern will. Zur Debatte stehen unter anderem das Schnäbelkürzen bei Geflügel und das Kupieren der Schwänze von Ferkeln. Auch das Töten von 45 Millionen männlichen Küken pro Jahr soll ein Ende finden. "Ohne Massentierhaltung geht es nicht, aber es müssen Indikatoren entwickelt werden, die einen artgerechten Umgang mit den Tieren in den Vordergrund stellen", sagt Schmidt. Vorstellbar sei, dass vorbildliche Stalleinrichtungen als "Musterbetrieb" ausgezeichnet werden. Das Konzept soll diese Woche vorgestellt werden, 33 Millionen Euro stehen für den gesamten Tierschutz bereit. Insgesamt setzt der Minister auf freiwillige Selbstregulierung durch die Betriebe. Erst wenn in zwei Jahren keine sichtbare Verbesserung des Tierwohls erkennbar sein sollte, will Schmidt gesetzliche Regelungen einführen. Dem Präsidenten des Tierschutzbundes, Helmut Schröder, ist das zu wenig: "Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir brauchen endlich höhere gesetzliche Standards und das sofort."



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