Pleitestaaten zahlen bei EFSF nur noch Mini-Zinsen

Die Krisenländer der Währungsunion zahlen für Kredite des temporären Euro-Rettungsfonds (EFSF) nur noch Mini-Zinsen. Das geht aus Aussagen von EFSF-Chef Klaus Regling vor dem Haushaltsausschuss des Bundestags hervor. Demnach müssen die Staaten unter dem Rettungsschirm - derzeit Portugal, Irland und Griechenland – je nach Laufzeit und Instrument zwischen nahezu null und zwei Prozent aufwenden, wenn sie frische Mittel der Milliardenhilfen ausgezahlt bekommen. Das ist deutlich weniger als zuvor. Eigentlich sind die niedrigen Zinsen für die Regierungen, die mit Haushaltsproblemen kämpfen, eine gute Nachricht. Paradoxerweiser bergen die stark gesunkenen Kosten jedoch ein Problem: Der Spielraum für weitere Zinserleichterungen schwindet. Einem Land, das für seine Schulden fast nichts mehr zahlen muss, kann kaum noch etwas erlassen werden.