Polen will Ausgleich für Sanktionslasten


Zum Ausgleich für die Folgen wirtschaftlicher Vergeltungsaktionen Russlands in der Ukraine-Krise können EU-Mitgliedstaaten auf Hilfe aus Gemeinschaftstöpfen hoffen, berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Dies gilt etwa für Polen, das seit voriger Woche von einem Moskauer Importverbot für Obst und Gemüse betroffen ist. Die russische Reaktion auf europäische Wirtschaftssanktionen trifft das Land hart: Allein die Ausfuhr von Äpfeln, Birnen und Quitten nach Russland lag im vergangenen Jahr bei 776.000 Tonnen im Wert von rund 320 Millionen Euro. Dafür winkt Ausgleich: Nach den Statuten der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU können sich politische Verwerfungen, an denen Anbieter offensichtlich keine Schuld trifft, als "externer Schock" klassifizieren lassen. Die polnische Regierung sondiert bereits bei der EU-Kommission, wie und wann deshalb Hilfsmittel fließen könnten.



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