Neuer Gesetzentwurf für die religiöse Beschneidung von Jungen


Die Bundesregierung will die religiöse Beschneidung von Jungen im Familienrecht und nicht im Strafrecht regeln. Das sieht der Entwurf eines Gesetzes vor, der im Justizministerium erarbeitet wird. Ressortchefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hatte diese Lösung von Beginn an bevorzugt. Eine Entscheidung soll nach einer Expertenanhörung am Dienstag fallen. Offen ist noch, wie das Problem einer möglichen Betäubung geregelt werden soll. Nach jüdischem Ritus ist bei der Beschneidung des Säuglings eine Narkose nicht vorgesehen. Auch die Frage, welche Qualifikation für den Eingriff verlangt werden soll, ist noch offen.



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