Der SPIEGEL

Der SPIEGEL

29. Juli 2012, 07:57 Uhr

Die FDP will ihre Kampagne für die Bundestagswahl ohne ihren Parteivorsitzenden Philipp Rösler gestalten

Philipp Rösler soll als Parteivorsitzender der FDP in der liberalen Kampagne für die Bundestagswahl 2013 nur eine Nebenrolle spielen. Man wolle Themen in den Mittelpunkt stellen, heißt es im Thomas-Dehler-Haus. Hintergrund sind die schlechten Umfragewerte für den Parteichef. Laut einer Emnid-Erhebung ist der Wirtschaftsminister das unbeliebteste Kabinettsmitglied. Die Wahlkampfplaner fürchten nun, dass eine auf Rösler zugeschnittene Kampagne FDP-Anhänger dazu bringen könnte, ihr Kreuzchen bei einer anderen Partei zu machen. Es ist ohnehin unklar, ob Rösler die Liberalen in die Bundestagswahl führen wird. An der Parteispitze rechnet man damit, dass der Vorsitzende zurücktreten muss, wenn die FDP bei der niedersächsischen Landtagswahl im kommenden Januar nicht den Einzug ins Parlament schafft. Rösler war sechs Jahre lang FDPVorsitzender in dem Bundesland und acht Monate Wirtschaftsminister in Hannover. "Wenn wir aus dem Landtag fliegen, dann war es das für Rösler", sagt ein Präsidiumsmitglied.

URL:


© DER SPIEGEL 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung