Gläubige protestieren gegen den Bischof von Trier


Nach der Amtsenthebung eines beliebten Pfarrers im Bistum Trier sieht sich Bischof Stephan Ackermann Protesten ausgesetzt. Ackermann hatte ohne nachvollziehbare Begründung kurz vor Beginn der Adventszeit den Pfarrer von allen Aufgaben entbunden, weil dieser nach über zehn Jahren Gemeindearbeit seine Versetzung nicht akzeptierte. Gläubige protestierten lautstark gegen die in ihren Augen "autoritäre und unbegründete Maßnahme von oben" vor dem Trierer Bischofssitz. Auf Protestbriefe, Eingaben und Dialogangebote habe der Bischof "nur mit Schweigen und Ignoranz" reagiert, sagt Ulrich Berger, Sprecher eines Initiativkreises. Nun stellen die rebellierenden Katholiken ihrem Bischof in einem offenen Brief ein Ultimatum: Noch vor Weihnachten soll sich Ackermann dem von ihm sonst so beschworenen Dialog mit der Kirchenbasis stellen, die Versetzung zurücknehmen und nicht länger "auf brutale Art und Weise die Zuchtpeitsche schwingen".



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