Verteidigungsministerium will umstrittene Rakete kaufen

Das Verteidigungsministerium hat beschlossen, am umstrittenen Kauf der Panzerabwehrrakete Pars3-LR fest zuhalten. Damit folgt die Führung des Hauses nicht der Empfehlung der Beratungsfirma KPMG, die dem Lenkflugkörper im vergangenen Jahr "nicht vorhandene Produktreife" attestierte und riet, das Projekt abzubrechen. Die Rakete weise "eine mangelhafte Treffsicherheit unter Einsatzbedingungen" auf und bedürfe einer "Nachentwicklung" von "ca. zwei Jahren", resümierten die Berater. Das Verteidigungsministerium argumentiert, der Verzicht würde "zu finanziellen Verlusten in dreistelliger Millionenhöhe für die Bundeswehr" führen. Zudem habe die Rakete "die vertraglich definierte Leistungsfähigkeit" nachgewiesen, hieß es. Pars3 ist als Hauptbewaffnung für den Kampfhubschrauber "Tiger" vorgesehen.