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Ablöse und Handgeld

aus DER SPIEGEL 24/1977

Bei jedem Spielerwechsel in der Fußballbundesliga muß über die Höhe von drei Zahlungen verhandelt werden: über eine Ablösesumme, die der den Spieler erwerbende Verein an dessen bisherigen Verein zu zahlen hat; ein Handgeld, das der Spieler erhält, und das Spieler-Jahresgehalt.

Die Ablösesumme soll die in den Spieler investierten Ausbildungs- und Förderungskosten ausgleichen und wird zwischen verkaufendem und kaufendem Verein ausgehandelt. Ihre Höhe bemißt sich am Interesse des alten Vereins an dem Spieler und dessen Marktwert. Sie ist der Höhe nach unbegrenzt. Mit dem Handgeld wird der Spieler am Umsatz seines Verkaufs beteiligt. Es beträgt jeweils bei einem Zwei-Jahres-Vertrag ein Fünftel der Ablösesumme. Um zu verhindern, daß ein Verein durch die Forderung astronomischer Ablösesummen einen Spielerwechsel blockiert, ohne den Spieler ausreichend zu entschädigen, hat der Fußballbund festgelegt, daß auch bei Nichtzustandekommen des Transfers der alte Verein das sich aus seiner Ablöseforderung ergebende Handgeld zahlen muß. Das Gehalt wird zwischen Verein und Spieler frei ausgehandelt.

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