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SYNCHRONSCHWIMMEN Anzeige gegen Trainerin

aus DER SPIEGEL 19/2007

Die Amtsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen die Bundestrainerin im Synchronschwimmen, Tatiana Reich, 34. Die ehemalige Sowjet-Athletin soll während eines Lehrgangs gegenüber Saskia Grünes, Deutschlands bester Synchronschwimmerin, handgreiflich geworden sein. Daraufhin erstatteten deren Eltern Anzeige. Nach Darstellung mehrerer Athletinnen habe die Trainerin Duett-Schwimmerin Grünes, 20, beim Versuch einer Aussprache »mit voller Wucht durch eine Tür gestoßen«, wobei Grünes gestürzt sei. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung über Reichs Führungsstil, nach Aussage mehrerer Schwimmerinnen soll die Georgierin sie »regelmäßig übel beleidigt« haben. Reich bestreitet die Vorwürfe. In einer Stellungnahme schrieb sie, sie habe Grünes lediglich »an den Schultern angefasst, um sie umzudrehen und dann vorwärts aus der Tür zu schieben«, ihr »häufig harter Ton« sei zudem »nicht persönlich gemeint«. Der zuständige Fachspartenvorsitzende innerhalb des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV), Peter Obermark, belegte Grünes und zwei ihrer Teamkameradinnen nach Bekanntwerden des Vorfalls mit bis zu viermonatigen Wettkampfsperren - mit der Begründung, dass die Athletinnen den Lehrgang nach der Auseinandersetzung ohne Erlaubnis verlassen hätten. Das Startverbot kostete die Schwimmerinnen die Teilnahme an den Weltmeisterschaften und der Olympiaqualifikation. DSV-Präsidentin Christa Thiel erklärte den Mädchen, die Fachspartenführung genieße »das uneingeschränkte Vertrauen des Präsidiums«.

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