Vierfacher Weltmeister Bahnrad-Ass Levy tritt zurück

Seine aktive Zeit vergleicht er mit einer Party, nun sei es aber auch auf seiner Tanzfläche hell geworden: Maximilian Levy beendet zum Jahresende seine Karriere. Dem Bahnradsport bleibt er erhalten.
Hängt das Fahrrad an den Nagel: Maximilian Levy

Hängt das Fahrrad an den Nagel: Maximilian Levy

Foto: Winfried Mausolf / imago images

Der vierfache Bahnrad-Weltmeister Maximilian Levy hat seinen Abschied vom Leistungssport zum Jahresende erklärt. »Der Moment ist genau richtig. Es gibt nichts, was ich noch besser machen könnte. Ich trete ab als amtierender Europameister in Sprint und Keirin und habe nochmals super Ergebnisse bei den Olympischen Spielen eingefahren«, sagte der 34-Jährige auf einer Pressekonferenz in Cottbus.

Auf Instagram zog er später das Bild einer langen Partynacht heran, die nun zu Ende gehe: »Ich hatte die Party meines Lebens und bin sehr lange auf der Tanze geblieben. Doch nun ist es auch bei mir hell geworden, und die Zeit zu gehen ist reif.«

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Bei den Europameisterschaften Anfang Oktober im schweizerischen Grenchen sowie der WM Ende Oktober in Roubaix in Frankreich werde er nicht mehr antreten. Seinen letzten Start plant Levy bei den Sixdays: »Für einen letzten Abschiedstanz werde ich zum Berliner Sechstagerennen auf den Brettern, die für mich die Welt bedeuten, antreten.«

Levy gewann im Laufe seiner 15-jährigen Karriere zehn WM-Medaillen und sechs EM-Titel. Nach dem Gewinn einer Silbermedaille im Keirin (2012) und zwei Bronzemedaillen im Teamsprint (2012, 2008) bei Olympischen Spielen belegte der gebürtige Berliner bei seiner vierten Olympiateilnahme in Tokio jeweils die Plätze fünf im Sprint und im Teamsprint sowie sechs im Keirin.

Mit Beginn des nächsten Jahres übernimmt Levy beim Bund Deutscher Radfahrer die Stelle des Junioren-Bundestrainers: »Eigentlich wollte ich ein Sabbatjahr einschließen, jetzt kommt die neue Aufgabe etwas schneller. Aber ich freue mich sehr«, sagte Levy: »Der Bahnradsport ist wesentlich professioneller und schneller geworden. Auch das Leistungsniveau bei den Junioren hat sich angehoben. Die deutschen Junioren fahren aber noch nicht schneller als ich vor 15 Jahren. Daran müssen wir arbeiten – sonst wird der Schritt in der Elite immer größer.«

sak/dpa
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