Goldene Tage in Roubaix Friedrich krönt Bahnrad-WM mit drittem Titel

Häufiger Gold, mehr Medaillen: Die deutschen Bahnradprofis können bei den WM-Titelkämpfen in Roubaix ihr dürftiges Olympia-Ergebnis korrigieren. Vor allem die Frauen liefern überragende Ergebnisse.
Weltmeisterin Lea Sophie Friedrich

Weltmeisterin Lea Sophie Friedrich

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YOAN VALAT / EPA

Angeführt von Lea Sophie Friedrich, Emma Hinze und Lisa Brennauer hat das deutsche Bahnrad-Team in Frankreich eine furiose WM hingelegt. Friedrich gewann am Finaltag am Sonntag auch noch Gold im Keirin und ist so mit dreimal Gold und einmal Silber die erfolgreichste Athletin der Wettkämpfe in Roubaix. Hinze und Brennauer trugen mit jeweils zweimal Gold ebenfalls maßgeblich zur starken Bilanz des Teams des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) bei – und ließen so sogar die dürftige Olympia-Bilanz aus Tokio für ein paar Tage vergessen.

»Die Stimmung ist mega. Wir sind einfach alle ein Team und freuen uns gegenseitig füreinander. Jeder ist mit vollem Ehrgeiz dabei, darum gönne ich es jeder. Wir haben zusammen geweint, das sind einfach Gänsehautmomente«, erzählte Friedrich, die neben ihren drei Titeln auch noch Silber im Sprint holte und dort nur Hinze unterlag. Der überlegene Sieg im Keirin am Sonntag zeigte noch einmal die ganze Klasse der 21-Jährigen.

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»Es fühlt sich richtig schön an und ist ein Stück unglaublich«, sagte die 24 Jahre alte Hinze, die nach Tokio den immensen Druck beklagte und sich nun im Norden Frankreichs mit sportlichen Glanzleistungen befreite. Insgesamt gab es für die Deutschen sechsmal Gold und elf Medaillen – eine starke Bilanz.

Im Frauen-Sprint zementierte Team Deutschland die Vormachtstellung aus Berlin, als vier Titel in vier Disziplinen gelangen. Hinze konnte unter Olympia einen Strich ziehen. »Ich hatte schon noch so ein paar Rechnungen offen, die ich begleichen wollte«, sagte sie.

Joachim Eilers holte Bronze im Zeitfahren

Der in diesem Jahr unschlagbare Vierer hatte am Samstag noch einmal gezeigt, dass er aus mehreren starken Einzelsportlerinnen besteht. Franziska Brauße gewann Silber und musste sich im deutschen Finale nur Brennauer geschlagen geben, den Dreifachtriumph komplettierte Mieke Kröger. Das Trio war fester Bestandteil des Gold-Vierers, der in Roubaix sogar noch verletzungsbedingt auf Lisa Klein verzichten musste.

Die Männer konnten mit der Gold-Flut der Frauen nicht mithalten, lieferten aber ordentliche Resultate. Joachim Eilers holte Bronze im 1000-Meter-Zeitfahren und war zudem Teil des Quartetts, das im Teamsprint Bronze holte. »Wir haben viel Arbeit geleistet. Meine Form wurde von Mal zu Mal besser, darauf wollen wir aufbauen. Das motiviert mich, dass es noch mal mit einer Medaille belohnt wurde«, sagte Eilers. Eine dritte Bronzemedaille verpasste Stefan Bötticher am Sonntag im Sprint – sowohl im Halbfinale als auch im kleinen Finale unterlag er knapp nach drei Durchgängen.

ara/dpa
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