Basketball-EM Deutschland dreht hektische Partie gegen Bosnien und Herzegowina

Trotz einer zunächst miserablen Defensivleistung haben die Deutschen bei der Basketball-EM auch gegen Bosnien und Herzegowina gewonnen. Ein starker Start zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte für die Wende.
Dennis Schröder mit Ball gegen Bosnien und Herzegowina

Dennis Schröder mit Ball gegen Bosnien und Herzegowina

Foto: IMAGO/Tilo Wiedensohler / IMAGO/camera4+

Die deutschen Basketballer haben ihr zweites Spiel bei der Europameisterschaft gewonnen. Gegen Bosnien und Herzegowina gab es in Köln ein 92:82 (42:47). Ihre Auftaktpartie hatten die DBB-Herren 76:63 (39:30) gegen Frankreich gewonnen.

Das Team von Gordon Herbert konnte zunächst den Schwung aus dem Frankreich-Spiel nicht mitnehmen. Von den ersten sieben Versuchen aus dem Feld heraus fand nur einer sein Ziel. Bosnien und Herzegowina war hingegen direkt in der Partie und dominierte mit Džanan Musa und Center Jusuf Nurkić von den Portland Trailblazers. Nach dem ersten Viertel führte der Außenseiter 20:18.

Auch in den zweiten zehn Minuten konnten die Deutschen ihren Gegner nicht aus der gefährlichen Zone drängen und erlaubten immer wieder leichte Punkte. Dazu kamen in der Offensive zahlreiche Ballverluste, die zu einem 42:47-Halbzeitstand führten. Während die deutschen Führungsspieler Dennis Schröder (6 Punkte) und Franz Wagner (4) noch schwächelten, zeigten Nurkić (17) und Musa (14) eine herausragende Hälfte.

Zu Beginn der zweiten 20 Minuten starteten die Deutschen direkt einen 12:0-Lauf: Johannes Voigtmann mit einem Dreier und einem Dunk und Schröder mit einem weiteren Dreier brachten den EM-Gastgeber nach zweieinhalb Minuten im dritten Viertel erstmals in Führung, bevor Wagner vier Punkte nachlegte. 28:11 entschied die DBB-Auswahl das dritte Viertel für sich und ging mit einem 70:58 in den letzten Abschnitt.

Hektische Schlussphase

Bosnien und Herzegowina versuchte nun mit erhöhter Physis, die mit Foulproblemen belasteten Deutschen in Bedrängnis zu bringen. Doch zwei Dreiertreffer von Andreas Obst erhöhten den Abstand auf 17 Zähler. Viereinhalb Minuten vor Spielende schrumpfte der Vorsprung wieder auf unter zehn Zähler, das Spiel war nun hektisch mit vielen Unterbrechungen und Diskussionen. Ein Dreier von Wagner 35 Sekunden vor dem Ende sorgte für die Entscheidung – Deutschland gewann nach 40 Minuten mit zehn Punkten Vorsprung.

Am Sonntag trifft Deutschland auf Litauen (14.30 Uhr: TV: Magentasport), Bosnien und Herzegowina muss sich mit Slowenien auseinandersetzen (17.45 Uhr).

mfu
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