Basketball Ex-Nationalmannschaftskapitän Ademola Okulaja stirbt mit 46 Jahren

Er war jahrelang eines der prägendsten Gesichter im deutschen Basketball, absolvierte 172 Länderspiele, 2002 gewann er mit der Nationalmannschaft WM-Bronze. Nun ist Ademola Okulaja gestorben.
Um ihn trauert der deutsche Basketball: Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Ademola Okulaja ist mit 46 Jahren gestorben

Um ihn trauert der deutsche Basketball: Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Ademola Okulaja ist mit 46 Jahren gestorben

Foto: © Victor Fraile / Reuters/ REUTERS

Trauer und Bestürzung im deutschen Basketball: Im Alter von 46 Jahren ist der langjährige Nationalmannschaftskapitän Ademola Okulaja in Berlin gestorben. Das gab der Deutsche Basketball Bund (DBB) bekannt. Zur Todesursache gibt es bislang keine Informationen.

»Wir sind erschüttert und können Ademolas Tod einfach nicht fassen. In Gedanken sind wir jetzt bei seiner Familie, der wir viel Kraft wünschen«, sagte DBB-Präsident Ingo Weiss: »Ademola war ein ebenso großartiger Spieler wie Mensch. Ich persönlich habe einen tollen Basketballfreund verloren und werde ihn sehr vermissen.«

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Okulaja, »The Warrior« (der Kämpfer) genannt, war jahrelang eines der prägendsten Gesichter im deutschen Basketball und der emotionale Leader des Nationalteams. Sein Debüt im Trikot mit dem Adler gab der gebürtige Nigerianer im Mai 1995 im niederländischen Weert. Sein größter Erfolg war der Bronzemedaillengewinn bei der WM 2002 in den USA an der Seite von Superstar Dirk Nowitzki.

Insgesamt absolvierte Okulaja, der eine 2008 diagnostizierte Krebserkrankung überstanden hatte, 172 Länderspiele und führte das Team mehrere Jahre als Kapitän auf das Feld. Der Bronze-Gewinn von Indianapolis jährt sich im September zum 20. Mal.

In der Bundesliga spielte Okulaja für Alba Berlin, Rhein Energie Köln und die Brose Baskets Bamberg (heute Brose Bamberg). Der Power Forward, nach vier Jahren am US-College auch bei zahlreichen europäischen Spitzenklubs wie etwa dem FC Barcelona aktiv, gewann mit den Berlinern den Korac Cup (1995) und die Meisterschaft (2000).

Tumor sorgte für Bruch des siebten Brustwirbels

Nach anhaltenden Rückenproblemen hatte Okulaja das Olympia-Qualifikationsturnier in Athen und auch Peking 2008 verpasst. Wenig später stellte sich heraus, dass ein Tumor für einen Bruch des siebten Brustwirbels gesorgt hatte – eine Lähmung drohte. »Ich hatte super viel Glück im Unglück«, sagte der Flügelspieler später, auf das Spielfeld kehrte er nicht zurück.

Bamberg trennte sich im Sommer 2009 trotz laufenden Vertrags von Okulaja, ein Jahr später gab er sein Karriereende bekannt und betreute später unter anderem NBA-Profi Dennis Schröder als Manager. Sein letztes Länderspiel hatte Okulaja im September 2007 bestritten. Okulaja kam auf 1794 Punkte im Nationaltrikot und spielte bei sechs Europameisterschaften.

»Wir werden uns immer gerne an den kämpfenden und nie aufgebenden Ademola erinnern, der immer alles auf dem Feld gelassen hat. Möge er in Frieden ruhen«, sagte Weiss. »Viel zu früh... Mach’s gut da oben!«, twitterte Brose Bamberg als Reaktion auf die schlimme Nachricht. Auch der FC Bayern trauerte: »Ruhe in Frieden, Warrior!«

ktz/sid
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