Finalturnier der Basketball-Bundesliga Titelverteidiger FC Bayern München scheitert im Viertelfinale

Zwar hat Meister und Gastgeber Bayern München das Rückspiel gegen Ludwigsburg gewonnen, die Addition der Ergebnisse reichte aber nicht aus. Die Entscheidung fiel auch durch einen Ballverlust 3,8 Sekunden vor Schluss.
Auch die 16 Punkte von Bayerns Paul Zipser (im Bild am Ball) reichten dem Meister der vergangenen beiden Jahre nicht zum Weiterkommen

Auch die 16 Punkte von Bayerns Paul Zipser (im Bild am Ball) reichten dem Meister der vergangenen beiden Jahre nicht zum Weiterkommen

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Die Basketballer des FC Bayern haben die erfolgreiche Titelverteidigung beim Meisterturnier der Bundesliga (BBL) verpasst und sind erstmals seit 2012 schon im Playoff-Viertelfinale gescheitert. Die Gastgeber des Geisterturniers gewannen zwar am Freitag das Rückspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg mit 74:73 (45:36), schieden damit aber nach Addition der Ergebnisse aus. Das erste Duell hatte der Außenseiter mit 87:83 gewonnen.

Auch die 16 Punkte von Nationalspieler Paul Zipser reichten dem Meister der vergangenen beiden Jahre nicht zum Weiterkommen, bei Ludwigsburg trumpfte Marcos Knight mit 20 Zählern auf.

"Heute ist gegen einen starken Gegner eine super Leistung zu sehen, die Spieler hauen sich voll rein", sagte Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß noch in der Halbzeit bei Magentasport. "Ich habe das Gefühl, sie wollen das Halbfinale unbedingt erreichen." Doch es kam anders.

Ludwigsburgs Gegner ist wohl Ulm

Ludwigsburg startete selbstbewusst, nutzte wie schon im Hinspiel immer wieder die Münchner Schwäche beim defensiven Rebound und erarbeitete sich zweite Chancen. Doch die Bayern zeigten sich unbeeindruckt. Das Team von Trainer Oliver Kostic traf seinen Dreipunktewurf solide, lag nach dem ersten Viertel mit 23:18 vorn.

Ludwigsburg wirkte angeschlagen, traf kaum aus der Distanz. Auf elf Punkte Vorsprung zogen die Münchner davon, nutzten die Schwächephase des Gegners aber nicht konsequent. Auch nach der Halbzeitpause konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Mit der Schlusssirene des dritten Viertels traf Riesen-Aufbauspieler Jaleen Smith zum 52:56. Ludwigsburg ging dann sogar in Führung, doch Bayern schlug zuerst zurück.

3,8 Sekunden vor Schluss leisteten sich die Münchner jedoch den verhängnisvollen Ballverlust, den Ludwigsburg zum Weiterkommen nutzte.

Im Halbfinale des Geisterturniers trifft die Mannschaft von Trainer John Patrick höchstwahrscheinlich auf Ratiopharm Ulm, das im ersten Duell gegen die Fraport Skyliners (101:61) eine überzeugende Vorstellung zeigte und am Freitagabend (20.30 Uhr, Stream: Magentasport) einen 40-Punkte-Vorsprung verteidigt.

Das Finale wird am 28. Juni ausgespielt, den Spielplan können Sie hier  nachlesen.

ngo/dpa/sid
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