Basketball Australien beendet 13-jährige Siegesserie der USA

Kurz vor WM-Beginn hat Australien eine Nachricht für alle Basketballfans: Die USA sind nicht unschlagbar. In Melbourne kassierte der 15-fache Olympiasieger die erste Niederlage nach 78 Siegen.
"Eine Qual": Patty Mills

"Eine Qual": Patty Mills

Foto: Scott Barbour/DPA

Der australischen Basketball-Nationalmannschaft ist in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in China (31. August bis 15. September) ein historischer Sieg gelungen. Vor der Rekordkulisse von 52.079 Zuschauern in Melbourne gewannen die Boomers gegen Weltmeister USA 98:94 (48:49).

Für Australien war es der erste Sieg im 26. Versuch gegen die US-Amerikaner. Gleichzeitig war es die erste Niederlage für den 15-fachen Olympiasieger nach 78 Siegen. 2006 verlor das Team im WM-Halbfinale gegen Griechenland. Damals sicherte sich die US-Mannschaft im Anschluss Bronze - und verlor seither kein Spiel mehr, gewann Olympiagold 2008, 2012 und 2016, wurde Weltmeister 2010 und 2014. Dann kam dieser WM-Test in Melbourne. Und mit ihm im Team des Gegners Patty Mills vom NBA-Klub San Antonio Spurs.

"Die Unterstützung war unglaublich. Wir sind sehr stolz, diese Fans repräsentieren zu können", sagte Mills, mit 30 Punkten bester Werfer für Australien: "Das war ein weiterer Schritt für uns auf dem Weg zu unserem ultimativen Ziel, Geschichte zu schreiben und eine WM-Medaille zu gewinnen." Die Australier, viertbestes Team bei den Spielen in Rio de Janeiro 2016, sind am Mittwoch der letzte Testspielgegner der deutschen Mannschaft.

Patty Mills ist "eine Qual"

"Sie haben gut gespielt, das ist ein wirklich gutes Team", sagte Kemba Walker von den Boston Celtics. "Wir haben sie im ersten Spiel geschlagen. Jetzt kamen sie raus und wollten den Sieg einfach mehr als wir. Lektion gelernt." 86:102 hatten die Australier am Dienstag im ersten Spiel gegen den Weltmeister verloren. Vier Tage später war es vor allem Mills, der das Team von US-Coach Gregg Popovich - bei den Spurs Trainer von Mills - vor Probleme stellte. Im dritten Viertel erzielte der 31-Jährige acht Punkte in 45 Sekunden, um sein Team nach einem Zehn-Punkte-Rückstand wieder ins Spiel zu bringen. Im letzten Viertel legte er 13 seiner insgesamt 30 Punkte dazu.

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"Wie ich euch allen nach dem letzten Spiel gesagt habe, ist Patty eine Qual", sagte Popovich später und hob die Gegner direkt in den Kreis der Mitfavoriten: "Sie gehören zu den Mannschaften, die das Ding gewinnen können, ohne Zweifel."

Die USA müssen auf der Mission, bei der WM zum dritten Mal in Serie den Titel zu holen, auf zahlreiche Stars wie James Harden oder Anthony Davis verzichten, die sich mit Verweis auf kommende Aufgaben in der nordamerikanischen Basketballliga NBA aus dem Kader zurückgezogen hatten.

sak/dpa/rtr

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