College-Basketball Kansas-Spieler nach Schlägerei im Derby auf unbestimmte Zeit suspendiert

Faustschläge, Gerangel und Tritte: Beim College-Derby zwischen den Kansas Jayhawks und den Kansas State Wildcats gab es eine Massenschlägerei, die zumindest für einen Jayhawks-Spieler Konsequenzen hat.
Silvio De Sousa (l.) wollte mit einem Stuhl zuschlagen - doch sein Trainer konnte ihn davon abhalten

Silvio De Sousa (l.) wollte mit einem Stuhl zuschlagen - doch sein Trainer konnte ihn davon abhalten

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JAMIE SQUIRE/ AFP

Nach den letzten Sekunden der College-Basketball-Partie zwischen den Kansas Jayhawks und den Kansas State Wildcats (81:60) hat es eine Massenschlägerei gegeben. Auslöser dafür war unter anderem Jayhawks-Spieler Silvio De Sousa, der bei 22 Punkten Vorsprung die letzten Sekunden runterlaufen lassen wollte. Doch Wildcats-Spieler DaJuan Gordon nahm ihm den Ball an der Mittellinie ab und rannte zum Korb, dort blockte ihn De Sousa. Gordon ging zu Boden und wurde von dem 2,06 Meter großen Mann verbal attackiert.

Dies führte zu einer Rudelbildung: De Sousa holte sogar mit einem Stuhl zum Schlag aus, der ihm von Assistenztrainer Jerrance Howard allerdings noch rechtzeitig entrissen wurde. Erst den Trainern und dem Sicherheitspersonal gelang es die Lage zu beruhigen. Nun ist De Sousa von seiner Uni auf unbestimmte Zeit suspendiert worden. "Es gibt keinen Platz im Spiel für ein derartiges Verhalten", teilte Jayhawks-Trainer Bill Self mit.

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Der 21-jährige De Sousa war vor fast genau einem Jahr wegen seiner angeblichen Verwicklung in den US-College-Skandal um verbotene Zahlungen an Spieler für die laufende Saison gesperrt worden. Nur wegen eines erfolgreichen Protestes darf er eingesetzt werden.

Jayhawk-Coach Self nannte es eine "Peinlichkeit"

Self hatte den Vorfall nach der Partie eine "Peinlichkeit" genannt, der Block von De Sousa sei aber zulässig gewesen. "Was danach passierte, hat offensichtlich alles weitere ausgelöst", sagte der 57-Jährige. Der Trainer, der Kansas State Bruce Weber sagte, dass der Vorfall hätte vermieden werden müssen: "Es sind meine Jungs - es ist meine Schuld." Es sei Frustration da gewesen, besonders bei den jungen Spielern.

Die Schlägerei hatte sich vom Spielfeld bis in den Fanblock ausgeweitet. Dies erinnerte an den "Malice at the Palace". 2004 war es bei einem NBA-Spiel zwischen den Indiana Pacers und den Detroit Pistons zum wohl größten Skandal der jüngeren NBA-Geschichte gekommen. Nach einem Becherwurfes aus dem Publikum prügelten sich zahlreiche Spieler mit den Fans. Die NBA verhängte mehrere Sperren.

mjm/hba/sid
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