Gästespieler aus Ludwigsburg beleidigt Basketball-Erstligist Weißenfels sperrt Fan nach Affenlauten aus

Basketballer Konstantin Konga wurde beim Ludwigsburger Gastspiel in Weißenfels mit Affenlauten beschimpft. Die Gastgeber reagierten mit einem viermonatigen Hallenverbot für den Zuschauer.
Basketball - eigentlich ein Spiel unterschiedlichster Kulturen

Basketball - eigentlich ein Spiel unterschiedlichster Kulturen

Foto: RUNGROJ YONGRIT/EPA-EFE/REX

Basketball-Bundesligist Syntainics MBC Weißenfels hat einen seiner Anhänger nach einem rassistischen Vorfall mit Hallenverbot belegt. Während des Spiels gegen Ludwigsburg (87:89) am Mittwochabend wurde der Gästeprofi Konstantin Konga zu Beginn des letzten Viertels mit Affenlauten verunglimpft.

"Ich habe den Schiedsrichter sofort darauf hingewiesen, da es nicht zu überhören war. Ich bin schockiert und traurig, dass so etwas in der Bundesliga passiert", schrieb Konga bei Instagram  und machte den Vorfall damit öffentlich.

Der MBC entschuldigte sich bei Konga. "So etwas hat weder in einer Halle noch sonst wo etwas zu suchen. Ganz klar sprechen wir uns mit aller Deutlichkeit gegen jede offene oder verdeckte Form von Rassismus aus und distanzieren uns klar davon", sagte Manager Martin Geissler. Man habe die entsprechende Person bereits identifiziert und mit einem Hallenverbot bis zum Jahresende belegt. Vom Schiedsrichter war der MBC nicht über den Vorfall informiert worden.

"Wir ermitteln in dem Fall und sprechen mit den Beteiligten", teilte die Basketball-Bundesliga mit. "Eines steht aber schon jetzt fest: Rassismus, Fremdenhass, Vorurteile und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer Liga! Wir stehen ein für ein friedliches und respektvolles Miteinander sowie Weltoffenheit."

aha/dpa

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