James Harden und Ben Simmons NBA-Topteams tauschen ihre Sorgenkinder

Die Brooklyn Nets taumeln in der Liga, geplagt von Drama und Verletzungen. Philadelphia hingegen streitet seit Monaten mit Starspieler Ben Simmons. Nun gab es einen Deal, der beiden Teams helfen könnte.
Ben Simmons und James Harden (r.): Demnächst im jeweils anderen Team

Ben Simmons und James Harden (r.): Demnächst im jeweils anderen Team

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Matt Slocum / AP

Seit Wochen gab es Gerüchte, nun scheint ein Blockbuster-Trade in der NBA perfekt. James Harden (32) wechselt übereinstimmenden Medienberichten zufolge von den Brooklyn Nets zu den Philadelphia 76ers. Dafür soll laut ESPN und The Athletic unter anderem der Australier Ben Simmons zu den Nets gehen.

Wenige Stunden vor der Trade-Deadline um 21 Uhr MEZ meldeten diverse NBA-Experten den Deal als abgeschlossen. Die Nets sollen demnach zudem Seth Curry, Andre Drummond und zwei Erstrunden-Draftpicks erhalten, dafür wechselt auch Paul Millsap zu den 76ers.

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Harden, wertvollster Spieler der Liga in 2018, war erst im Januar 2021 von den Houston Rockets nach Brooklyn transferiert worden. Dort sollte er die Nets an der Seite von Kevin Durant und Kyrie Irving zu einem echten Meisterschaftsanwärter machen. In den Playoffs der abgelaufenen Saison war dann allerdings gegen den späteren Meister aus Milwaukee schon in der zweiten Runde Schluss.

Die aktuelle Spielzeit gestaltet sich für den Club aus New York noch schlimmer. Topstar Durant ist seit längerem verletzt. Dazu erschien Harden zum Saisonstart in mäßiger körperlicher Verfassung und blieb auf dem Platz hinter den Erwartungen zurück. Aktuell muss auch er verletzt pausieren. Zudem gab es Gerüchte, der 32-Jährige sei unzufrieden mit der Situation in Brooklyn.

Und dann ist da noch das Drama um den ungeimpften Aufbauspieler Irving. Wegen der Coronavorgaben in New York durfte dieser weder mit dem Team trainieren, noch an Heimspielen teilnehmen. Die Nets verzichteten dann zunächst ganz auf Irvings Dienste, zuletzt tritt er zumindest bei Auswärtsspielen an.

Der Australier will nicht mehr für sein Team spielen

Alle Faktoren spiegeln sich in der Leistung der Mannschaft wider. Aktuell haben die Nets neun Spiele in Folge verloren und stehen in der Eastern Conference, als einer der Meisterschaftsfavoriten gestartet, nur noch auf dem achten Platz.

Doch auch Simmons hatte zuletzt für reichlich Drama gesorgt, was diesen Spielertausch im Idealfall zum Gewinn für beide Seiten machen könnte. Der Australier hatte gerade erst einen langfristigen und extrem hoch dotierten Vertrag in Philadelphia unterschrieben – und sich dann geweigert, für das Team anzutreten. Offenbar fühlte er sich nach dem Playoff-Aus der abgelaufenen Saison von den Verantwortlichen der 76ers bloßgestellt.

Simmons verlangte einen Trade, sein Verein wollte ihn aber nur im Gegenzug für einen Topspieler ziehen lassen. Daraus entwickelte sich ein monatelanger Nervenkrieg, teils in den Medien ausgetragen, der nun ein Ende gefunden hat. Unklar ist, wann Simmons, der unter anderem mentale Probleme als Ursache für sein Aussetzen angegeben hatte, für sein neues Team antreten kann.

jok/sid
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