Vorwurf des sexuellen Missbrauchs Klage gegen NBA-Cheftrainer Luke Walton fallengelassen

Eine Reporterin warf dem Coach der Sacramento Kings, Luke Walton, vor, sie sexuell missbraucht zu haben. Nach einer Untersuchung der NBA hat die Frau die Klage nun zurückgezogen.
Luke Walton wird nicht länger des sexuellen Missbrauchs angeklagt

Luke Walton wird nicht länger des sexuellen Missbrauchs angeklagt

Foto: Steve Dykes/AP

NBA-Cheftrainer Luke Walton muss sich nicht wegen eines angeblich sexuellen Übergriffs vor Gericht verantworten. Die Reporterin, die ihn beschuldigt hatte, zog die Anklage gegen den Coach der Sacramento Kings zurück. Das berichtet unter anderem die "Los Angeles Times" in Bezug auf ein Statement von Waltons Anwalt.

Walton äußerte sich in einem Klub-Statement zur Einstellung des Verfahrens. "Ich bleibe zu hundert Prozent auf das Coaching der Kings fokussiert und werde keinen weiteren Kommentar abgeben", wird er zitiert .

Nachdem die Frau die Vorwürfe öffentlich gemacht hatte, ordneten die NBA und die Kings eigene Untersuchungen an. Im August teilten sie mit, dass es keine ausreichende Grundlage gebe, um die Vorwürfe zu untermauern. Die Frau habe es abgelehnt, sich an den Untersuchungen zu beteiligen. Darauf folgte nun die Einstellung des Verfahrens.

Vorwürfe zurückgewiesen

Die Vorwürfe gegen Walton waren im April bekannt geworden, nur kurze Zeit nach seiner Anstellung bei den Kings. Wie das Portal "TMZ" berichtete, soll er die Journalistin in einem Hotelzimmer gegen ihren Willen geküsst und festgehalten haben, ehe er sie habe gehen lassen. Der Zeitpunkt des Vorfalls war zunächst offen geblieben, Walton soll zu dem Zeitpunkt aber Assistenztrainer der Golden State Warriors gewesen sein, bei denen er von 2014 bis 2016 angestellt war.

Nach seiner Zeit bei den Golden State Warriors war Walton drei Jahre als Chefcoach für die Los Angeles Lakers tätig gewesen, ehe er in Sacramento anheuerte. Die Frau habe die Vorwürfe erst so spät öffentlich gemacht, weil sie Angst gehabt habe, dass sie ihrer Karriere schaden könnten. Sie habe Walton als Mentor wahrgenommen, er schrieb das Vorwort in einem ihrer Bücher. Walton hatte die Vorwürfe über seinen Anwalt stets zurückgewiesen.

hba/Reuters