Giannis Antetokounmpo in den NBA-Finals Sein Block

Mit zwei Niederlagen war Milwaukee in die Finalspiele gegen Phoenix gestartet. Durch zwei starke Auftritte von Giannis Antetokounmpo glich es die Serie aus. Spiel vier entschied der Superstar spektakulär.
Giannis Antetokounmpo (Nummer 34) blockt Suns-Center Deandre Ayton

Giannis Antetokounmpo (Nummer 34) blockt Suns-Center Deandre Ayton

Foto:

Jeff Hanisch / USA TODAY Sports

Oft sind es Würfe in letzter Sekunde, die knappe Partien in der NBA entscheiden. In Spiel vier der Finalserie zwischen Milwaukee und Phoenix war es eine Defensivaktion von Bucks-Star Giannis Antetokounmpo, die den Spielverlauf zugunsten seines Teams kippen ließ.

84 Sekunden vor Schluss stieg Suns-Center Deandre Ayton hoch, um für sein Team auszugleichen, doch Antetokounmpo war zur Stelle und blockte den Ball in höchster Not weg. Die Bucks nutzten das Momentum, gewannen die Partie 109:103 und glichen die Serie aus.

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Dabei war das Spiel in Wisconsin bis dahin vor allem das Duell zwischen Antetokounmpos Teamkollege Khris Middleton und dem an diesem Abend überragenden Devin Booker. Beide Guards knackten die 40-Punkte-Marke. Das Rampenlicht gehörte jedoch einmal mehr dem Superstar der Bucks.

»Entschuldigt meine Ausdrucksweise, aber das waren zwei Ach-du-Scheiße-Momente in Serie«, sagte Middleton, der nach dem Spiel Antetokounmpos Rettungstat würdigte. »Erst denkst du, sie bekommen den Dunk, und dann taucht Giannis auf.«

»Wie sehr willst du es wirklich?«

Teamkollegen und Experten stellten die Szene sofort auf eine Stufe mit dem legendären Block von LeBron James, der den Cleveland Cavaliers 2016 die erste und einzige Meisterschaft ermöglichte.

James hatte kurz vor Ende des entscheidenden siebten Spiels einen Layup-Versuch von Warriors-Forward Andre Iguodala spektakulär abgeräumt und sein Team so im Spiel gehalten. Diese Aktion, »The Block« genannt, hat ihren eigenen Eintrag bei Wikipedia .

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»Wie sehr willst du es? Wie sehr willst du es wirklich? Es geht um Mentalität. Ich habe diesen Spielzug kommen sehen und habe nur gehofft, dass ich rechtzeitig da bin«, sagte Antetokounmpo, der 2020 als Defensive Player of the Year ausgezeichnet worden war. Auch dieser denkwürdige Block könnte einer Finalserie eine entscheidende Wendung gegeben haben. »In dem Moment hatte ich das Gefühl, unser Team hat die Kurve bekommen.«

Chris Paul taucht ab

Dass die Suns nach zwei Siegen zum Auftakt nun auch das zweite Spiel in Folge verloren und somit die Führung in der Best-of-seven-Serie abgaben, lag auch daran, dass ihr Superstar Chris Paul keinen guten Tag erwischte.

»Ich habe ein paar schlechte Entscheidungen getroffen. Ich muss besser auf den Ball aufpassen«, sagte Paul. »Die Ballverluste haben uns fertig gemacht heute«, sagte Suns-Trainer Monty Williams, sah die Verantwortung aber nicht nur bei seinem Spielmacher, sondern beim gesamten Team.

Der Sieg von Milwaukee bedeutet, dass das Team, das zwei der drei verbleibenden Spiele gewinnen kann, neuer Champion wird. Entschieden werden kann die Meisterschaft in der stärksten Basketball-Liga der Welt daher frühestens beim nächsten Halt in Milwaukee in der Nacht zum kommenden Mittwoch (3.00 Uhr MESZ/DAZN). Erst mal geht es jedoch zurück nach Phoenix für Spiel fünf in der Nacht zu Sonntag (3.00 Uhr MESZ/DAZN). Ein potenzielles Spiel sieben würde wieder in Phoenix stattfinden.

»Wir können diese Serie nur gewinnen, wenn wir eins auswärts gewinnen«, sagte Middleton, Milwaukees-Topschütze des Abends. Um sogar vor eigenem Publikum den Titel zu holen, müssen die Bucks das kommende Spiel in Arizona für sich entscheiden.

Für die wieder erstarkten Bucks wäre es die zweite Meisterschaft ihrer Geschichte nach 50 Jahren des Wartens. Die Suns haben bislang noch nie den Titel geholt.

tip/dpa
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