Antetokounmpo scheut Vergleich mit Basketball-Legende »Ich bin nicht Michael Jordan«

Die Milwaukee Bucks holen im dritten Spiel der NBA-Finals ihren ersten Sieg. Starspieler Giannis Antetokounmpo glänzt erneut mit mehr als 40 Punkten. Er könnte sein Team nun zum Ausgleich führen.
Giannis Antetokounmpo punktet für die Bucks: »Vier 40-Punkte-Spiele? Nacheinander?«

Giannis Antetokounmpo punktet für die Bucks: »Vier 40-Punkte-Spiele? Nacheinander?«

Foto: Jonathan Daniel / AP

Angeführt von einem überragenden Giannis Antetokounmpo haben die Milwaukee Bucks in den NBA-Finals gegen die Phoenix Suns auf 1:2 verkürzt.

Nach den 42 Zählern in Spiel zwei legte Antetokounmpo am Sonntagabend mit 41 Zählern nach und führte die Bucks darüber hinaus mit klugen Aktionen, 13 Rebounds und sechs Vorlagen zum 120:100-Sieg. In Spiel vier in der Nacht zu Donnerstag (03.00 Uhr MESZ, Stream: Dazn) können die Bucks erneut als Gastgeber vor den eigenen Fans ausgleichen.

Der Vergleich mit Michael Jordan war Antetokounmpo nach seiner Galavorstellung allerdings zu viel. »Ich bin nicht Michael Jordan. Vier 40-Punkte-Spiele? Nacheinander?«, fragte der Grieche nach seinem zweiten Spiel in Serie mit mindestens 40 Punkten und sagte dann noch mal mit Nachdruck: »Ich bin nicht Michael Jordan.«

Die Basketball-Legende der Chicago Bulls hatte in den NBA-Finals 1993 gegen die Suns in vier aufeinanderfolgenden Spielen jeweils mehr als 40 Punkte erzielt. Auch wenn Antetokounmpo diese Marke nicht erreichen sollte, ist er von herausragender Bedeutung für die Milwaukee Bucks.

Booker enttäuscht

Phoenix-Star Devin Booker kam für die Suns lediglich auf zehn Punkte und hatte einen enttäuschenden Abend, auch Chris Paul konnte die Suns nicht so entscheidend anführen wie noch bei den beiden Siegen zum Start. Auf der anderen Seite verstand es der zweimal zum wertvollsten Spieler der NBA gewählte Antetokounmpo dagegen bestens, in den allermeisten Situationen die richtige Entscheidung zu treffen. Sogar 13 seiner 17 Freiwürfe traf er.

Trainer Mike Budenholzer lobte aber auch die Qualitäten seines Starspielers in der Defensive. »Wenn er bewusst von allem etwas macht, dann ist er am besten«, sagte Budenholzer: »Er macht, was auch immer nötig ist, um uns zu helfen.«

Für beide Mannschaften geht es in den Finals um viel. Die Suns haben den Titel in der NBA noch nie geholt, bei den Bucks ist die einzige Meisterschaft 50 Jahre her. Zuletzt hatten sie 1974 die Chance und verloren in sieben Partien gegen die Boston Celtics.

ptz/dpa