Amoklauf in Texas NBA-Star Schröder will Kinder nicht in den USA zur Schule schicken

Erneut erschüttert ein Massenmord an Kindern die USA. Auch Basketballspieler Dennis Schröder zeigt sich entsetzt. »Dass Leute in eine Schule gehen und so was machen – das muss aufhören«, sagt der Vater zweier Kinder.
»Es ist traurig«: Dennis Schröder

»Es ist traurig«: Dennis Schröder

Foto: Soeren Stache / dpa

Basketballnationalspieler Dennis Schröder hat bestürzt auf den jüngsten Amoklauf in seiner Wahlheimat USA reagiert.

»Dass Leute in eine Schule gehen und so was machen – das muss aufhören. Wir sprechen schon über Jahre darüber«, sagte Schröder in Berlin. Er kennt den Bundesstaat Texas, zuletzt hatte er in der nordamerikanischen Basketballliga NBA als Aufbauspieler für die Houston Rockets gespielt.

Am Dienstag hatte ein Amokläufer im texanischen Uvalde mindestens 21 Menschen, darunter 19 Kinder, getötet. Es ist das schlimmste Verbrechen dieser Art seit dem Grundschulmassaker von Sandy Hook im Dezember 2012, bei dem 20 Kinder und sechs Erwachsene starben. Und es ist schon jetzt, mit den vorläufigen Zahlen, tödlicher als 2018 die Highschool-Schießerei von Parkland in Florida, bei der 17 Menschen umkamen, 14 davon Teenager.

Alarmierende Zahlen – auch für Schröder. »Meine Kinder zur Schule zu schicken oder in den Kindergarten – das will ich schon in Amerika nicht mehr. Das ist einfach zu gefährlich«, sagt der zweifache Vater: »Mein Beileid an alle Familien. Es ist traurig.«

Zuvor hatte sich bereits NBA-Trainer Steve Kerr bei einer Pressekonferenz seines Teams zu dem Massaker geäußert. »Ich bin es so leid«, sagte der 56 Jahre alte Coach der Golden State Warriors: »Ich bin es so leid, hier zu sitzen und den am Boden zerstörten Familien beste Wünsche zu übermitteln. Ich bin die Schweigeminuten so leid. Genug!«

US-Präsident Joe Biden hatte bereits am Dienstagabend die grassierende Waffengewalt in seinem Land angeprangert, die er auf die Waffengesetze zurückführt. »Wann, in Gottes Namen, werden wir der Waffenlobby die Stirn bieten?«, fragte Biden.

Es sei höchste Zeit, »diesen Schmerz in Taten zu verwandeln, für jeden Elternteil, jeden Bürger dieses Landes«. Er sei »angewidert und müde. Ein Kind zu verlieren, ist, als würde ein Teil deiner Seele herausgerissen.«

  • Einen Überblick über die Ereignisse in Uvalde und das, was seither geschah, finden Sie hier.

sak/sid