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Becker und Pilic

aus DER SPIEGEL 2/1995

gewannen zweimal gemeinsam den Daviscup. Der Streit um Beckers Teilnahme 1995 wird bestimmt von den parallel geführten Verhandlungen über die Fernsehrechte. Die TV-Makler der Ufa haben die Rechte in einem Paket, dessen Kern der Daviscup ist, erworben und zahlen bis 1999 einen von den Erfolgen der Nationalmannschaft abhängigen Betrag von maximal 195 Millionen Mark. Der Deutsche Tennis Bund muß sich laut Vertrag bemühen, »die beste Mannschaft« an den Start zu bringen. RTL und ARD/ZDF wollen die Spiele übertragen und verhandeln mit der Ufa; die Öffentlich-Rechtlichen schlagen - ein Novum - einen je nach Mannschaftsaufstellung gestaffelten Vertrag vor: »Wir bieten eine Summe X, wenn Becker spielt«, so ein ZDF-Mann, »und X minus viele Millionen, wenn er nicht spielt.« Beckers Berater Axel Meyer-Wölden, zugleich Konsulent des Ufa-Konkurrenten ISPR, will in dieser Woche erneut mit dem DTB verhandeln. Becker wünscht einen mit 15 Millionen Mark dotierten Kooperationsvertrag und die Freiheit, über seine Einsätze selbst zu entscheiden. Schon seit Mai 1994 ist Michael Stich vertraglich mit dem DTB verbunden. Eine Zusage, für alle Daviscup-Spiele zur Verfügung zu stehen, mußte er nicht geben - im Gegensatz zu Becker gilt Stich als zuverlässig und stets pünktlich.

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