Corona-Update im Sport DFL begrüßt Solidaritätsaktion - Spitzenklubs treten 20 Millionen Euro ab

Nun spricht auch Hans-Joachim Watzke von Solidarität: Die vier Champions-League-Teilnehmer spenden für weniger wohlhabende Klubs, die DFL wird die Gelder verteilen. Das IOC soll Tokio finanziell unterstützen. Das Sport-Update.
Dortmunds Axel Witsel und Bayerns Joshua Kimmich im Zweikampf während der Bundesligapartie am 9. November 2019

Dortmunds Axel Witsel und Bayerns Joshua Kimmich im Zweikampf während der Bundesligapartie am 9. November 2019

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Sebastian Widmann/ Bongarts/Getty Images

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EM der Para-Leichtathleten verschoben

16.48 Uhr: Die für Anfang Juni geplante Para-EM der Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz ist als Folge der Corona-Pandemie verschoben worden. Einen neuen Termin gibt es nach Auskunft der Veranstalter noch nicht. Ziel sei jedoch, sie noch im Jahr 2020 auszutragen. Die EM ist eine wichtige Qualifikation für die ins Jahr 2021 verschobenen Paralympics in Tokio. Ursprünglich sollten in Bydgoszcz vom 2. bis zum 7. Juni rund 600 Athleten um die Medaillen kämpfen.

IOC soll sich an Kosten der Olympia-Verlegung beteiligen

15.44 Uhr: Tokios Gouverneurin Yuriko Koike will das Internationale Olympische Komitee um eine Beteiligung an den Kosten bitten, die durch die Verlegung der Sommerspiele auf das nächste Jahr entstehen. Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Gouverneur Koido wolle das IOC auffordern "eine Rolle zu spielen", hieß es.

Tokio, das ursprünglich vom 24. Juli bis 9. August Schauplatz der wegen der Coronavirus-Pandemie verschobenen Sommerspiele und anschließenden Paralympics sein sollte, werde nun eine Schätzung vornehmen, berichtet Kyodo. Die Kosten für die Verlegung werden auf rund 2,7 Milliarden Dollar geschätzt.

Topklubs der Bundesliga geben 20 Millionen Euro an andere Vereine ab

15.30 Uhr: Die Champions-League-Teilnehmer aus München, Dortmund, Leipzig und Leverkusen stellen rund 20 Millionen Euro zur Verfügung, um weniger wohlhabende Klubs während der Coronakrise zu unterstützen. Die Vereine bestätigten am Donnerstag einen Bericht der "Bild", wonach sie zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der DFL in der kommenden Saison verzichten.

Dieser Betrag in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro wird um 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt. Wie das Geld verteilt wird, soll das DFL-Präsidium entscheiden. Dessen Sprecher Christian Seifert sagte: "Diese Aktion unterstreicht, dass Solidarität in der Bundesliga und 2. Bundesliga kein Lippenbekenntnis ist."

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"In diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass die stärkeren Schultern die schwächeren Schultern stützen", sagte Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke sagte: "Wir haben immer gesagt, dass wir uns solidarisch zeigen werden, wenn Klubs unverschuldet durch diese absolute Ausnahmesituation in eine Schieflage geraten, die sie alleine nicht mehr beherrschen können."

Watzke war zuvor für einen Auftritt in der ARD-"Sportschau" kritisiert worden, als er sagte, dass "nicht die Klubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren", diejenigen Vereine belohnen könnten, "die das wiederum nicht gemacht haben".

Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sagte: "Wir sind in guten und konstruktiven Gesprächen mit Bayern, Dortmund und Leverkusen übereingekommen, dass wir trotz der schwierigen Situation für jeden einzelnen Verein einen Beitrag leisten wollen für die Klubs, die es noch härter als uns getroffen hat und treffen wird. Die Bundesliga ist ein großartiger Wettbewerb und besteht aus einer Vielfalt von 36 Vereinen, die in der Krise an einem Strang ziehen müssen."

ngo/dpa/sid
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