Leichtathletik Reh holt bei der Cross-EM Bronze – Klosterhalfen wird Fünfte

Alina Reh gewinnt in Dublin die erst zweite deutsche EM-Einzelmedaille im Gelände überhaupt. Konstanze Klosterhalfen verpasst dagegen knapp das Podium – dabei hatte sie lange sogar Hoffnung auf den Titel.
Alina Reh beim Cross-Event in Pforzheim Ende November

Alina Reh beim Cross-Event in Pforzheim Ende November

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/R. Schmitt / imago images/Beautiful Sports

Alina Reh hat bei den Europameisterschaften im Crosslauf Bronze gewonnen und damit die erst zweite deutsche EM-Einzelmedaille im Gelände überhaupt geholt. 16 Jahre nach dem Silber von Sabrina Mockenhaupt musste sich die 24-Jährige vom SCC Berlin in Dublin über 8000 m in 26:53 Minuten nur der Norwegerin Karoline Bjerkeli Grövdal (26:34) und der Schwedin Meraf Bahta (26:44) geschlagen geben.

Konstanze Klosterhalfen hat dagegen eine lange Zeit möglich scheinende Medaille verpasst. Klosterhalfen landete in Dublin auf Rang fünf (27:12), nachdem sie bis anderthalb Runden vor Schluss in der Spitzengruppe lief und sogar Aussichten auf den Titel zu haben schien.

Die 24-Jährige, die nach einem von Verletzungen geprägten Olympiajahr ihr gewohntes Trainingsumfeld in den USA vorübergehend verlassen und eine Cross-Saison eingeschoben hat, bestimmte lange in einer Dreiergruppe mit Grövdal und Bahta das Rennen. Dann brach sie aber auf dem letzten Drittel der Distanz ein wenig ein.

Konstanze Klosterhalfen

Konstanze Klosterhalfen

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/R. Schmitt / imago images/Beautiful Sports

Am Ende konnte die Olympia-Achte über 10.000 Meter nicht mehr folgen und fiel zurück. Reh zog vorbei und wurde nach rund acht Kilometern mit 19 Sekunden Rückstand Dritte. Dank der Ergebnisse ihrer beiden Topläuferinnen holten die deutschen Frauen Silber in der Teamwertung.

»Nach Irland gehe ich ohne Erwartungen. Ich werde mich an die Startlinie stellen und einfach loslaufen. Crosslaufen hat etwas Unbeschwertes«, hatte Klosterhalfen vor dem Start gesagt. Wie schon bei der EM 2017 musste sie ihrer Kontrahentin Reh den Vortritt lassen: Damals hatte Reh Gold in der U23 geholt, Klosterhalfen gewann Silber.

Bei den Männern spielte Norwegens Ausnahmetalent Jakob Ingebrigtsen, auf der Bahn 1500-m-Olympiasieger von Tokio, auch im Gelände seine ganze Stärke aus. Der 21-Jährige siegte über 10.000 m in 30:14 Minuten souverän vor Aras Kaya (Türkei/30:29) und holte seinen ersten Cross-Titel im Erwachsenenbereich. Bester Deutscher war Filimon Abraham (LG Rupertiwinkel) auf Platz 14 (31:07).

ara/sid
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