DER SPIEGEL

Krawalle bei Dynamo Dresden Randale statt Party

Aufstieg in die Zweite Bundesliga – eigentlich ein Grund zum Feiern. Zahlreiche Anhänger von Dynamo Dresden lieferten sich stattdessen eine Straßenschlacht mit der Polizei. Das Video.

Dresden am Sonntag: Dynamo-Anhänger liefern sich kurz vor Ende des Heimspiels des Fußball-Drittligisten eine Straßenschlacht mit der Polizei. Mindestens 500 Randalierer greifen die Beamten mit Flaschen, Steinen und Pyrotechnik an. Die Beamten reagieren mit Wasserwerfern, Tränengas und einem Räumpanzer. Zuvor hatte die Polizei die etwa 4000 Menschen im Park Großen Garten in der Nähe des Stadions aufgefordert, das Areal zu verlassen.

Bilanz der Krawalle: 185 verletzte Polizisten, 32 Festnahmen und 103 Verstöße gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung. Die Behörden leiteten Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Mit einem 4:0-Sieg über Türkgücü München hatte sich Dynamo Dresden den Wiederaufstieg in die Zweite Bundesliga gesichert. Die Mannschaft schrieb auf Twitter, es sei sehr schade, dass dieser Tag so schwer beschädigt wurde. Kritik kam auch vom Nordostdeutschen Fußball-Verband und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Man müsse den Vorfall nun aufarbeiten. Dynamo hat immer wieder Probleme mit gewalttätigen Hooligans in den Reihen seiner Fans.

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