DEL-Klub in der Krise Krefeld Pinguine auf dünnem Eis

Die Krefeld Pinguine gehören zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Eishockey-Liga und feierte Meistertitel. Jetzt ist der Klub finanziell in Not. Ob er die Saison zu Ende spielen kann, ist offen.
Wie geht es weiter bei den Krefeld Pinguinen?

Wie geht es weiter bei den Krefeld Pinguinen?

Foto: imago images/ GEPA pictures

Der Traditionsstandort Krefeld im deutschen Eishockey steht vor einer ungewissen Zukunft. Der DEL-Klub Krefeld Pinguine ist finanziell stark angeschlagen, bei einer Gesellschafterversammlung kam es am Montagabend zu keiner einvernehmlichen Lösung. Die zur Rettung der Saison angedachte Stammkapital-Erhöhung ist vorerst gescheitert, man vertagte sich auf den Januar.

Der Anwalt des Gesellschafters Energy Cosulting erklärte bereits vor der Eröffnung, dass er der Erhöhung nicht zustimmen werde. Nach Angaben des Klubs ist ein anderer Gesellschafter bereit, die Anteile der Energy Consulting zu übernehmen. Dazu soll es kurzfristig Gespräche geben. Zudem soll ein neuer Gesellschafter Interesse am Einstieg bei den Pinguinen geäußert haben, sein Name ist öffentlich allerdings noch nicht bekannt.

Nach Medienberichten beträgt die Etat-Unterdeckung der Pinguine inzwischen 1,2 Millionen Euro. Selbst wenn die aktuelle Saison gerettet wird, ist unklar, ob der deutsche Meister von 2003 für die kommende Saison erneut eine Lizenz beantragen kann.

Nach wie vor schwelt der Streit mit Geldgeber Michail Ponomarew, dem ehemaligen Geschäftsführer der Energy Consulting Europe GmbH. Es geht um unerfüllte Zahlungszusagen Ponomarews in Höhe von einer Million Euro, die dieser bestreitet. Ponomarew ist als Großinvestor beim Krefelder Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen bekannt geworden und auch in dieser Eigenschaft hoch umstritten.

aha/sid/dpa
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