Eishockey-WM in Finnland Deutschland verpasst Gruppensieg gegen die Schweiz

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr letztes Gruppenspiel 3:4 im Penaltyschießen gegen die Schweiz verloren. Dennoch erreichte sie das beste Vorrundenergebnis ihrer Geschichte und zieht ins Viertelfinale ein.
Überzeugt in der NHL und bei der WM: Moritz Seider von den Detroit Red Wings

Überzeugt in der NHL und bei der WM: Moritz Seider von den Detroit Red Wings

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Martin Meissner / dpa

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der WM in Finnland den Gruppensieg knapp verfehlt, aber das beste Vorrundenergebnis ihrer Geschichte gefeiert. Das bereits vorzeitig für die K.-o.-Runde qualifizierte Team von Bundestrainer Toni Söderholm unterlag dem ewigen Rivalen Schweiz im letzten Vorrundenspiel 3:4 (2:1, 0:2, 1:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Dadurch trifft Deutschland als Zweiter in der Runde der letzten Acht auf den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien oder Olympiasieger Finnland.

Gruppensieger Schweiz spielt am Donnerstag im Viertelfinale in Helsinki gegen die USA. Deutschlands Gegner in der Runde der letzten acht stand nach dem Spielende am Dienstagmittag noch nicht fest und wird erst am Abend im direkten Duell zwischen Gastgeber Finnland und Tschechien ermittelt.

Kai Wissmann (12. Minute) von den Eisbären Berlin, Stefan Loibl (16.) und Matthias Plachta (49./beide Adler Mannheim) schossen die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes. Im Penaltyschießen war kein deutscher Schütze erfolgreich, für die Eidgenossen trafen dagegen Nico Hischier und Damien Riat.

In der regulären Spielzeit hatten Andres Ambühl (2.), Pius Suter (22.) und Denis Malgin (39.) für die Schweiz getroffen, die mit sieben Siegen aus sieben Spielen Gruppensieger wurde. Deutschland hätte für die Tabellenführung einen Sieg in der regulären Spielzeit benötigt.

Die einzige Niederlage in den sechs Begegnungen zuvor in der altehrwürdigen Helsingin Jäähalli hatte das DEB-Team beim 3:5 zum Auftakt gegen Kanada kassiert. Bei der WM im Vorjahr in Riga hatte Deutschland die Eidgenossen im Viertelfinale 3:2 nach Penaltyschießen geschlagen und war am Ende Vierter geworden.

Zuvor hatte Deutschland 2019 in Košice/Slowakei mit fünf Siegen sein bestes Vorrundenergebnis mit 15 Punkten hingelegt. 2011 und 1933 war die DEB-Auswahl in deutlich kleineren Gruppen Vorrundensieger geworden, im Anschluss hatte es aber noch weitere Punkterunden gegeben, die nie als Erster beendet wurden.

vgl/sid/dpa