Game Changer – Der Esports-Podcast »Wir haben eine andere Verbindung zum Publikum als der traditionelle Sport«

Wie begeistert man Menschen dafür, zehn Gamern auf einer Bühne beim Spielen zuzuschauen? Eefje »Sjokz« Depoortere rückt in ihrem Job als Esports-Moderatorin die Menschen hinter den Bildschirmen in den Vordergrund.

Es gebe Situationen, da könne sie ihre Emotionen nicht abstellen, sagt Eefje »Sjokz« Depoortere. Etwa als die heute 33 Jahre alte Esports-Moderatorin im Jahr 2015 den »League of Legends«-Profi Marcus »Dyrus« Hill interviewte, nachdem dieser mit seinem Team TSM in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft ausgeschieden war.

Der 23 Jahre alte Spieler wollte unter Tränen bei den Fans um Entschuldigung für das Scheitern bitten und gleichzeitig sein Karriereende verkünden. »Sjokz« erkannte seine Lage, verzichtete auf Fragen nach den Gründen für das Vorrunden-Aus und baute den jungen Profi auf, um ihn durch seine emotionale Ausnahmesituation zu führen. Sie erinnerte ihn und die Fans in der Halle an seine Erfolge und bat um einen Applaus zum Abschied.

»Sjokz« ist Moderatorin der Sendungen und Expertin zugleich

»Sjokz« ist Moderatorin der Sendungen und Expertin zugleich

Foto: Michal Konkol / Riot Games

Dem Esport haftet im Vergleich mit dem traditionellen Sport oft etwas Technisches an. Spieler vor Computern wirken weniger emotional als schwitzende Athleten auf einer Laufbahn. Es sind Situationen wie diese, in denen dieses Problem aufgelöst wird. Für die Entwicklung des Esports als Liveevent waren sie prägend.

»Sjokz« hat es mit ihrer Arbeit als Moderatorin geschafft, die Menschen hinter den Computern hervorzuholen, sie für das Publikum nahbarer zu machen. Die Belgierin ist seit zehn Jahren Esports-Journalistin und in der Szene als Moderatorin von europäischen und weltweiten »League of Legends«-Wettbewerben bekannt. Der Erfolg, den Esports-Übertragungen heute haben, liegt auch in der Arbeit von Depoortere und dem jungen Team um sie herum begründet.

In der neuen Folge unseres Podcasts erzählt »Sjokz«, was Esports-Übertragungen von der Sportschau unterscheidet. Warum sie die enge Bindung zu den Fans schätzt, aber auch schon mal als belastend empfindet. Und wie sie es schafft, sich trotz regelmäßigem Gegenwind in der männlich dominierten Gaming-Szene zu behaupten.

Neugierig geworden? Scrollen Sie zum Podcast-Player am Artikelanfang und hören Sie jetzt die sechste Folge unserer neuen SPIEGEL-Miniserie »Game Changer«.

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