Football Leaks Damned ManCity - Episode 4, Das Recht des Stärkeren

Manchester City zahlt höchste Gehälter und macht Profit, inzwischen kontrolliert die City Football Group Filialen auf allen Kontinenten. Über einen arabischen Verein zahlten sie versteckte Gelder an den heutigen Nationaltrainer von Italien.
Kevin De Bruyne

Kevin De Bruyne

Foto: Getty Images, Benedikt Rugar/ DER SPIEGEL
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An einem Samstag im Oktober 2018 spielt Manchester City gegen den FC Burnley, ein traditionsreicher aber sportlich harmloser Klub aus einer nordenglischen Stadt, so groß wie Tübingen. Erwartet wird ein Pflichtsieg, kein entscheidender Wegweiser in Richtung Premier-League-Titel. Doch in der 58. Minute brandet im Etihad-Stadion erleichterter Applaus auf, in diesem Moment erhöhen sich schlagartig Manchester Citys Chancen auf die englische Meisterschaft. Denn beim Stand von 3:0 meldet sich Kevin De Bruyne aus einer zweimonatigen Verletzungspause zurück. 

Sein Trainer Pep Guardiola nennt den belgischen Spielmacher "einen der besten Spieler, die ich je im Leben gesehen habe". De Bruyne könne "absolut alles". Ohne seine Tore und Vorlagen hätte City 20 Punkte weniger, rechnete die "Sun" im Februar vor, als Manchester in einer Rekordsaison durch die englische Liga marschierte.

De Bruyne führt Mannschaften an und entscheidet Spiele. In Deutschland gewann er 2015 für den VfL Wolfsburg den DFB-Pokal. Danach konnten ihn die Niedersachsen vor europäischen Top-Klubs nicht mehr verstecken. Monatelang dominierten Transfergerüchte um den Mittelfeldstar die Fußballberichte. Manchester City meinte es besonders ernst, wie Dokumente aus dem Football-Leaks-Datensatz zeigen.

"Exzellenter Start in die Saison, die Mannschaft ist in guter Form", schreibt Geschäftsführer Ferran Soriano im August 2015 an einen Kollegen. City hat die neue Spielzeit mit drei Siegen und 8:0 Toren begonnen. Aber das ist Soriano noch nicht gut genug. "Wir werden noch weitere 50 Millionen Pfund investieren, um das Team zu verbessern!" Er hat dabei mit Wolfsburg zu kämpfen: "Sie wollen ihn nicht einmal für 50 Millionen verkaufen", schreibt er. "Wir üben sehr viel Druck aus und hoffen, dass es gelingt... gegen ihren Willen. Wolfsburg (Volkswagen) sagt, dass sie das Geld nicht wollen!" 

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