Alboreto-Unfall Geplatzter Reifen bei Tempo 300?

Nach den ersten Untersuchungen ist man der Ursache für den Unfall, bei dem der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Michele Alboreto tödlich verunglückte, näher gekommen.


Der völlig zertrümmerte Audi, mit dem Michele Alboreto am Mittwoch tödlich verunglückte
AFP

Der völlig zertrümmerte Audi, mit dem Michele Alboreto am Mittwoch tödlich verunglückte

Cottbus - Ein geplatzter Reifen hat beim tödlichen Unfall des früheren Formel-1-Piloten Michele Alboreto bei Testfahrten mit seinem Audi R8 am vorigen Mittwoch auf dem EuroSpeedway Lausitz offenbar eine Rolle gespielt. "Es ist unbestritten, dass es einen geplatzten linken Hinterreifen gab", erklärte Oberstaatsanwältin Petra Hertwig von der ermittelnden Staatsanwaltschaft Cottbus, schränkte aber ein, "Es ist aber noch nicht endgültig bestätigt, dass das auch der Auslöser des Unfalls war."

Ein Schaden an dem Reifen bei einem inzwischen ebenfalls bestätigten Tempo von mehr als 300 Stundenkilometern würde erklären, warum ein routinierter Fahrer wie der 194-malige Grand-Prix-Pilot Alboreto auf gerader Strecke die Kontrolle über sein Auto verlor. Der Wagen hatte sich danach mehrfach überschlagen und war kopfüber auf einem Erdwall gelandet. Der Italiener war sofort tot.

Michele Alboreto: Der ehemalige Ferrari-Pilot starb mit 44 Jahren
DPA

Michele Alboreto: Der ehemalige Ferrari-Pilot starb mit 44 Jahren

Sollte sich der Reifendefekt als Unfallursache bestätigen, stünde einem Einsatz von Audi und der VW-Konzernschwester Bentley am kommenden Sonntag (6. Mai) bei der Vorqualifikation für die 24 Stunden von Le Mans nichts im Wege. Laut Aussage der Staatsanwaltschaft ist frühestens am kommenden Mittwoch (2. Mai), spätestens aber am Freitag (4. Mai) mit dem abschließenden Untersuchungsbericht zu rechnen.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.