20. Todestag von Ayrton Senna Der Jahrhundert-Fahrer

Imola 1994, 7. Runde. Ayrton Senna rast auf die Tamburello-Kurve zu, kracht in die Mauer. Vor 20 Jahren starb der größte Formel-1-Fahrer der Geschichte. Bilder einer Karriere, die so erfolgreich begann und so tragisch endete.


Hamburg - Es war der 1. Mai 1994, am Morgen des Großen Preises von San Marino, als Ayrton Senna zu Gerhard Berger ging und sagte: "Gerhard, wir sollten uns nächste Woche treffen, wir müssen uns Vorschläge für mehr Sicherheit überlegen." So erzählt es der Österreicher im SPIEGEL. Wenige Stunden nach dem Gespräch mit Berger war Senna tot.

Es gibt Piloten, die haben mehr WM-Titel als Senna geholt, mehr Rennsiege gefeiert, die standen öfter auf der Pole-Position. Aber der Brasilianer gilt bis heute als größter Fahrer der Formel-1-Geschichte. Weil kein anderer so ein Charisma hatte. Und, natürlich auch und vor allem, weil er der einzige Superstar war, der an den Folgen eines Rennunfalls starb.

Senna lag an jenem 1. Mai beim Rennen in Imola in Führung, als er in der siebten Runde mit hoher Geschwindigkeit auf die schnelle Tamburello-Kurve zuraste. Doch der damals 34-Jährige lenkte nicht nach links auf die Gerade, sondern fuhr geradeaus und prallte in die Begrenzungsmauer. Bei dem Aufprall riss das rechte Vorderrad am Williams ab, die Radaufhängung bohrte sich durch den Helm von Senna, der kurz danach im Krankenhaus von Bologna starb.

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Formel-1-Pilot Senna: Grübler, Weltmeister, Ikone
Sein Tod war der Auslöser von umfangreichen Umbauarbeiten an den Formel-1-Rennstrecken. Mehr Sicherheit lautete die oberste Maxime. Genau das, was Senna mit Berger vor 20 Jahren besprechen wollte - aber nicht mehr konnte. Seit diesem tödlichen Unfall ist kein Formel-1-Pilot mehr auf einer Rennstrecke gestorben.

Von seinem Formel-1-Debüt 1984 bis zu seiner Beerdigung zehn Jahre später: Ayrton Sennas Leben und Tod in Bildern - klicken Sie hier!



insgesamt 45 Beiträge
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williondo 01.05.2014
1.
Ich werde diesen 1. Mai '94 nie vergessen. Ich kenne heute noch fast den genauen Tagesverlauf. Es war das erste mal das jemand stirbt, der mir sehr nahe stand. Hatte vorher noch nie so eine tiefe Trauer empfunden. Das ging mehrere Tage , wenn nicht sogar Wochen so weiter. Und das, obwohl ich ihn ja nicht persönlich kannte. Habe ihn nur ein paar mal in Hockenheim erleben dürfen. So einen wie Senna wird es nie mehr geben.
ollux 01.05.2014
2. Ich denke nicht,
daß vor 20 Jahren der !! Jahrhundert Fahrer ums Leben gekommen ist. Wer will wissen, was ein Jahrhundert-Fahrer ist? Ist es, um nur einige zu nennen, ein Bernd Rosemeyer, der auf tragische Weise verstarb? Ein Jochen Rindt, der sogar posthum zum Champion erhoben wurde oder ist es etwa ein Michael Schumacher mit den ungezählten Siegen und satten sieben WM Titeln? Unbezweifelt: ein Riese unter den Rennfahrern ist auf tragische Weise ums leben gekommen. Ironischer Weise hat er aber zum Erwerb des Titels Jahrhundert-Fahrer nicht lange genug gelebt.
Nonsens 01.05.2014
3. Da kriegt man echt
das Kotzen, wie Senna im nachhinein verklärt wird. Sicher war er ein guter bis sehr guter Fahrer, aber Charisma hat ein kleiner Hund, der im Kindergarten auftaucht auch. Und die Formel 1 basiert erstens auf gute Technik, da hatte Senna zum Schluss das beste Material und zweitens auf die Tatsache, dass es immer einen besseren geben wird. Und da kam Belloff, der ihm mit einem Saugmotor!!! bereits um die Ohren gefahren ist. Also, an den Autor, lieber weniger Schmus, mehr Sachlichkeit. Senna war einer von vielen und daher hätte es ein Ratzenberger sicher auch verdient, erwähnt zu werden.
j.schiffmann 01.05.2014
4. ...
Zitat von sysopGetty ImagesImola, 1994, 7. Runde. Ayrton Senna rast auf die Tamburello-Kurve zu, kracht in die Mauer. Vor 20 Jahren starb der größte Formel-1-Fahrer der Geschichte. Bilder einer Karriere, die so erfolgreich begann und so tragisch endete. http://www.spiegel.de/sport/formel1/ayrton-senna-20-todestag-des-formel-1-rennfahrers-a-965949.html
Ja, ganz schlimm wenn ein "Superstar" verunglückt, was interessieren denn die anderen auf der Rennstrecke verstorbenen wie Jochen Rindt, Weltmeister - kein "Superstar" oder Wolfgang Graf Berghe von Trips, Vizeweltmeister - kein "Superstar" und die dutzenden anderen "Nicht-Superstars": https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_t%C3%B6dlich_verungl%C3%BCckter_Formel-1-Fahrer
Gort 01.05.2014
5. Seltsame Begründung...
Ich will Senna auf keinen Fall kleinreden. Aber "Weil kein anderer so ein Charisma hatte. Und, natürlich auch und vor allem, weil er der einzige Superstar war, der an den Folgen eines Rennunfalls starb" als Begründung dafür, daß er der angeblich "größte Rennfahrer aller Zeiten" war, erscheint mir schon ein wenig seltsam. Niemand weiß, ob er so erfolgreich wie später Michael Schumacher geworden wäre, insofern wäre es schon redlicher, wenn man Attribute wie "größter ... aller Zeiten" verwenden will, diese auf Fakten basieren zu lassen, die im Sport ja glücklicherweise einfach zu ermitteln sind. Und nach diesen ist der "größte Fahrer der Formel-1-Geschichte" unzweifelhaft Schumacher. Alles andere ist Spökenkiekerei und Fangesäusel.
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