Formel 1 Ecclestone steht vor dem Rücktritt

Das Ende einer Ära steht bevor: Nach übereinstimmenden Meldungen soll Bernie Ecclestone noch in dieser Woche zurücktreten. Er hat die Formel 1 über Jahrzehnte geprägt.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone
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Formel-1-Boss Bernie Ecclestone


Die Tage von Bernie Ecclestone als Geschäftsführer der Formel 1 sind offenbar gezählt. Wie die BBC und die "Times" übereinstimmend berichteten, wird der Brite nach mehr als 40 Jahren in verantwortlicher Position in der Königsklasse in dieser Woche von seinem Posten zurücktreten. Weiter soll das US-Unternehmen Liberty Media, designierter Eigner der Formel 1, dem 86-Jährigen die Ehrenpräsidentschaft über die Serie angeboten haben.

Seit den frühen Siebzigerjahren hatte Ecclestone in der Formel 1 zunehmend an Einfluss gewonnen, die Professionalisierung der Serie vorangetrieben und sie in der Folge weltweit zu einer globalen Marke entwickelt.

Ecclestones umstrittenes Geschäftsmodell sorgte allerdings auch dafür, dass kleine Teams in die Insolvenz rutschten und traditionsreiche Rennstrecken aus dem Kalender verschwanden. Auch der Große Preis von Deutschland fiel den hohen Antrittsgagen zum Opfer.

Seit Liberty Media im vergangenen September in einem ersten Schritt für rund vier Milliarden Euro die Mehrheitsrechte an der Formel 1 vom bisherigen Hauptgesellschafter CVC erworben hatte, mehrten sich die Gerüchte um ein Ende der Ära Ecclestone.

Nachfolger werden ebenfalls seit Monaten gehandelt. Die Vermarktung der Serie könnte künftig der frühere ESPN-Chef Sean Bratches übernehmen, Michael Schumachers langjähriger Ingenieur Ross Brawn eine wichtige Rolle in der sportlichen Entwicklung der Formel 1 spielen.

aha/sid



insgesamt 2 Beiträge
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birdie 23.01.2017
1. Der Rücktritt des ehemaligen Gebrauchswagenhändlers ...
ist deswegen zu begrüssen, weil sich damit die Chance eröffnet, den Formel 1 Zirkus grundlegend zu überdenken und neu auszurichten. Und erst wenn die dafür Verantwortlichen begriffen haben, dass die Zufriedenheit der Zuschauer langfristig mehr wert ist als kurzfristige Milliardengewinne, wird der Zirkus eine Überlebenschance haben. Dazu gehört zwangsläufig, dass neue Techniken, wie zum Beispiel der E- oder H-Antrieb, gefordert und gefördert werden. Wer das nicht begreift, hat jetzt schon verloren.
sulfi 23.01.2017
2. geprägt?
Das mag sein, aber immer so, das er sich daran auf Kosten anderer bereicherte. Aber schuld daran sind die Hersteller und Veranstalter die ihm das Geld hinterher geworfen haben, denn sie hätten sich schon lange von ihm abwenden können und etwas eigenes Aufbauen sollen. Einem einzelnen soviel Macht zu geben, ist nie gut. Das gilt im Sport so wie in der Politik
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