Formel 1 Ecclestone verkündet Einigung über Einnahmen-Verteilung

Die Formel 1 ist ein Milliardengeschäft - und alle wollen ein Stück vom Kuchen. Im "Concorde Agreement" ist die Aufteilung der Gelder geregelt. Nun scheint es eine Einigung zwischen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und den meisten Teams darüber zu geben, wer in Zukunft wie viel bekommen soll.

Formel-1-Boss Ecclestone: "Vereinbarungen erzielt"
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Formel-1-Boss Ecclestone: "Vereinbarungen erzielt"


Hamburg - "Ich bin sehr froh, bekannt zu geben, dass wir kommerzielle Vereinbarungen mit der Mehrzahl der aktuellen Formel-1-Teams erzielt haben", sagte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone am Samstag. Bei zwölf Rennställen müssten dies mindestens sieben Teams sein.

Laut Ecclestone hätten auch die Top-Teams Ferrari, McLaren und Red Bull dem neuen "Concorde Agreement" zugestimmt, das ab 2013 gelten soll. "Sie werden unter den neuen Bedingungen auch weiter in der Formel 1 antreten", sagte der 81-Jährige vor dem zweiten Saisonrennen in Malaysia am Sonntag (10 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

"Das ist eine großartige Nachricht. Das Concorde Agreement ist sehr wichtig für die Stabilität der Formel 1", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner: "Dieses Abkommen schützt die Teams für die nächsten sieben, acht Jahre."

Ob Mercedes ebenfalls zugestimmt hat, ist unklar. Ecclestone selbst nannte den Rennstall nicht explizit. Ein Sprecher des Werksteams erklärte: "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es dazu von unserem Team nichts zu sagen."

In dem "Concorde Agreement", das 1981 zum ersten Mal ausgehandelt worden war, werden die kommerziellen Aspekte der Rennserie geregelt, so etwa die Höhe der Beteiligung der Rennställe an den Einnahmen. Das streng vertrauliche Vertragswerk wird zwischen dem Weltverband Fia, der von Ecclestone geführten Formula One Group und den Teams abgeschlossen.

Die Formel 1 ist ein Milliardengeschäft. In der Saison 2011 hatte die Rennserie Einnahmen in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Dollar zu verzeichnen (etwa 1,1 Milliarden Euro). Bis 2016 soll dieser Betrag der Formula-Money-Studie zufolge auf drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) jährlich anwachsen.

Zuletzt hatte es Zweifel an einer Einigung über eine siebte Auflage des Abkommens gegeben. Die Teams waren sich insbesondere bei Themen wie Sparmaßnahmen und Kostenkontrollen nicht mehr so einig wie noch vor einigen Jahren. Ferrari und Weltmeister Red Bull waren im vorigen Jahr aus der Teamvereinigung Fota ausgetreten, in der sich vor allem McLaren und Mercedes engagieren.

bka/dpa/sid



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